Mit einer überzeugenden Leistung hat der EHC Königsbrunn die Best-of-Seven-Finalserie gegen den TSV Erding wieder ausgeglichen. Nach dem 5:1-Erfolg am Freitag setzten sich die Brunnenstädter auch am Sonntag mit demselben Ergebnis durch. Damit steht es nun 2:2 – mindestens zwei weitere Spiele sind nötig, um den bayerischen Meister 2024/2025 zu küren.
Früher Druck der Gladiators – Königsbrunn kontert eiskalt
Die Gladiators aus Erding starteten mit hohem Tempo und großem Einsatz in die Partie. Schon in der zweiten Spielminute ergab sich eine gute Möglichkeit für die Gäste, doch ohne Erfolg. Königsbrunn brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, und kam erst in der fünften Minute durch Anton Egle zu einer ersten nennenswerten Chance.
Erding dominierte die Anfangsphase und hatte mehrfach die Möglichkeit zur Führung, doch EHC-Goalie Stefan Vajs parierte glänzend. „Der Treffer für Erding lag in der Luft“, so der Eindruck vieler Zuschauer, doch es kam anders. In der 16. Minute erzielte Anton Egle nach einem schnellen Gegenstoß überraschend das 1:0 für die Hausherren. Nur zwei Minuten später legte Tim Bullnheimer im Getümmel vor dem Tor nach – plötzlich führte Königsbrunn mit 2:0, obwohl Erding mehr Spielanteile hatte. Trotz weiterer Angriffe der Gladiators blieb es bei diesem Spielstand zur ersten Pause.
Königsbrunn baut Führung aus – Erding bleibt ineffektiv
Gleich nach Wiederbeginn legte der EHC in Überzahl nach: Peter Brückner traf mit einem platzierten Schuss zum 3:0. Zwar kämpften die Gladiators weiter und hatten in der 25. Minute durch Florian Zimmermann eine Großchance, doch erneut war bei Stefan Vajs Endstation.

Ab der 30. Minute übernahm Königsbrunn endgültig die Kontrolle. Zwar verkürzte Erding in der 34. Minute in Überzahl auf 3:1, doch kurz darauf musste die Partie wegen einer beschädigten Bande unterbrochen werden. Die restliche Zeit des Drittels wurde nach der Pause nachgeholt.
Spätes Aufbäumen bleibt aus – Bullnheimer macht alles klar
Nach dem Seitenwechsel machte Königsbrunn endgültig den Deckel drauf: In der 38. Minute sorgte Tim Bullnheimer nach einem Alleingang von Toms Prokopovics mit seinem zweiten Treffer für das 4:1. Danach war Erding nur noch um Schadensbegrenzung bemüht.
Ein unnötiges Foul in der 50. Minute brachte den Gladiators eine Fünf-Minuten-Strafe ein – eine Einladung, die Königsbrunn nicht ausschlug. In der 53. Minute staubte erneut Bullnheimer zum 5:1-Endstand ab. Zwar erspielte sich der EHC noch einige Möglichkeiten, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Serie bleibt spannend – Hexenkessel in Erding erwartet
Mit dem zweiten souveränen Sieg in Folge zeigt Königsbrunn eine starke Reaktion auf die beiden Auftaktniederlagen. „Mannschaftliche Geschlossenheit, unbedingter Siegeswille und enormer Einsatz waren der Schlüssel zum Erfolg“, so die einhellige Meinung im Lager der Brunnenstädter.
Die Serie ist nun wieder völlig offen. Am Dienstag steht das nächste Spiel in der Stadtwerke Erding Arena an – und die Gladiators werden in der ausverkauften Halle alles daran setzen, die Serie wieder zu ihren Gunsten zu drehen. Königsbrunn hingegen will an die beiden letzten Partien anknüpfen und den dritten Sieg einfahren. Eines ist sicher: Die Spannung steigt.


