Digitalpolitiker fordert Ausbau des BSI für mehr Cybersicherheit

Angesichts vermehrter Attacken auch auf deutsche Unternehmen rächt sich für den Vorsitzenden des Bundestags-Ausschusses „Digitale Agenda“, Manuel Höferlin (FDP), „mehr und mehr, dass Cybersicherheit durch die Bundesregierung nicht ernst genommen und teilweise sogar geschwächt wurde.“ Cybersicherheit sei die Achillesferse der Informationsgesellschaft, sagte der Digitalpolitiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). „Was wir deshalb brauchen, ist ein agiles Verständnis von Cybersicherheit, das auf einen kooperativen Ansatz zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft setzt“, sagte er.

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Dafür müsse das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus dem Innenministerium herausgelöst und in seiner Funktion als Meldestelle für Sicherheitslücken sowie Gefahrenabwehrstelle ausgebaut werden. „Dann ist es auch in der Lage eine agile und umfassende Cybersicherheitsstrategie zu entwickeln“, sagte Höferlin. Mit diesem Schritt werde „eine signifikante Erhöhung der Cybersicherheit für Staat und Gesellschaft“ erreicht sowie eine Schutzstrategie für die Wirtschaft mit Hilfestellungen für die Unternehmen. Eine solche Strategie hatte kürzlich auch der Industrieverband BDI gefordert.