DIHK befürchtet massive Auswirkungen von Coronavirus auf Welthandel

Die deutsche Wirtschaft befürchtet massive Auswirkungen des Coronavirus auf den weltweiten Handel. „Das Coronavirus könnte nicht nur den bilateralen Handel zwischen China und Deutschland treffen, sondern auch erhebliche Ausstrahlung auf den Welthandel insgesamt entwickeln“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Es sei zu erwarten, „dass der Ausbruch des Coronavirus in der Frühlingsfestperiode zunächst einen negativen Einfluss auf den Binnenkonsum und die Tourismusbranche in China haben wird“, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter.

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Dies werde die chinesische Wirtschaftsleistung voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2020 zusätzlich belasten. „Die deutschen Unternehmen vor Ort gehen davon aus, dass auch ihr eigenes Geschäft eingeschränkt sein wird“, sagte Wansleben. Viele deutsche Firmen in China hätten bereits erste Maßnahmen ergriffen.

Dazu zählten beispielsweise die Verlängerung der Feiertagsschließung, mehr Telefonkonferenzen oder Minimierung der Dienstreisen, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter. In einigen Regionen Chinas blieben die Büros sogar bis zum 9. Februar geschlossen. Darüber hinaus stellten die deutschen Unternehmen Pläne auf, welche weiteren Schutzmaßnahmen getroffen werden müssten und wie man gegebenenfalls mit einer reduzierten Mannschaft produzieren könne, sagte Wansleben den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. China ist für die deutsche Wirtschaft seit 2016 der wichtigste Handelspartner.

Das Handelsvolumen mit Deutschland betrug zuletzt rund 200 Milliarden Euro pro Jahr.