DIHK verlangt sofortiges Kurzarbeitergeld für Auszubildende

Um Auszubildende vor dem Jobverlust zu schützen und ausreichend Lehrstellen für die rund 500.000 Schulabgänger zu sichern, fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) den Bund zu schnellen Hilfen auf. „Kurzfristig helfen würde den Ausbildungsbetrieben, wenn sie Kurzarbeitergeld für Azubis ohne Einschränkungen – wie für Beschäftigte – beantragen könnten“, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Bisher können Unternehmen für Ihre Auszubildenden das Kurzarbeitergeld erst nach sechs Wochen beantragen.

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Zudem forderte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer den Bund auf, Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, eine Übernahmeprämie zu zahlen. „Viele der über 400.000 Ausbildungsbetriebe in Deutschland sind durch die Corona-Pandemie derzeit in einer extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation“, warnte Dercks. Auch die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack, sagte, dass die Situation für die Auszubildenden ernst sei. „Die Coronakrise darf nicht zur Ausbildungskrise werden“, sagte Hannack den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es gelte, um jeden Ausbildungsplatz zu kämpfen. „Die Kosten der Krise dürfen nicht an der jungen Generation hängen bleiben“, so die stellvertretende DGB-Chefin weiter. Wie Dercks forderte auch sie, dass Unternehmen, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, einen Bonus erhalten sollen. Zudem forderte Hannack ein Sonderprogramm für außerbetriebliche Ausbildungsplätze und einen „Zukunftsfonds zur Fachkräftesicherung“, der von den Arbeitgebern und Mitteln des Bundes finanziert werden soll.