DIHK warnt nach Exporteinbruch vor Protektionismus

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor zunehmenden protektionistischen Tendenzen im Welthandel gewarnt. „Die Coronakrise darf nicht in eine Protektionismusfalle führen“, sagte Schweitzer der „Rheinischen Post“. Denn die exportstarke deutsche Wirtschaft sei auf freien Handel und offene Grenzen angewiesen.

Container, über dts Nachrichtenagentur

„Sonst wird auch die Konjunktur in Deutschland länger als nötig unter Druck stehen“, warnte der DIHK-Präsident. Einen Einbruch der Exporte um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat wie im April „haben wir so noch nicht erlebt“, sagte Schweitzer. Die jüngste DIHK-Prognose von minus 15 Prozent bei den Exporten im Gesamtjahr sei „noch optimistisch geschätzt“.

Damit es nicht noch schlimmer werde, „müssen weltweit Handelshemmnisse wie zum Beispiel Exportverbote von Gesundheitsprodukten schnell wieder abgebaut werden“, so der DIHK-Präsident.