Dillingen | Hat der Lebensgefährte der Mutter einen Dreijährigen zu Tode misshandelt?

Im Oktober 2019 war in Dillingen ein dreijähriger Junge verstorben. Die Polizei hatte die Ermittlungen aufgenommen. Nach langen Untersuchungen wurde nun der Lebensgefährte der Mutter verhaftet. Es besteht der Verdacht, dass er den Buben körperlich misshandelt und getötet hatte.190912 Bundespolizei Foto 3

Am 20.10.2019 wurde der Notarzt zu einem Rettungseinsatz in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses gerufen, nachdem dort offenbar ein dreijähriger Junge kollabiert war. Das Kind wurde nach Reanimationsmaßnahmen in die Kinderklinik nach Augsburg eingeliefert, wo es im Laufe der Nacht bei zunächst unklarer Todesursache verstarb. Es folgten umfangreiche Ermittlungen der Kripo Dillingen, wobei auch ein Gutachter der Rechtsmedizin eingeschaltet wurde.

Insbesondere auf Grund des kürzlich vorgelegten rechtsmedizinischen Gutachtens, das sich auf umfangreiche ergänzende histologische und auch virologische Untersuchungen stützt, um andere Todesursachen ausschließen zu können, besteht der dringende Verdacht, dass das Kind massiv körperlich misshandelt wurde und stumpfe Gewalt gegen den Bauch letztendlich zum Tod geführt hat.

Lebensgefährte der Mutter festgenommen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg einen Haftbefehl gegen den 23-jährigen Lebensgefährten der Kindsmutter, der zum Tatzeitpunkt allein mit dem Kind in der Wohnung war, wegen des dringenden Verdachts des Totschlags erlassen. Der Beschuldigte wurde gestern festgenommen und heute der zuständigen Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Augsburg vorgeführt, die den Haftbefehl eröffnete und in Vollzug setzte.

Die Ermittlungen zum Tatgeschehen und zu den möglichen Hintergründen sind noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grund können derzeit keine weiteren Einzelheiten genannt werden.

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