DNA-Spur verbindet Mordfälle Baier und Hurler: 150 neue Hinweise eingegangen

Zwei Cold Cases in Bayern erhielten durch einen DNA-Treffer neue Aufmerksamkeit. Ermittlungen in den Mordfällen Marion Baier und Sonja Hurler, die die Polizei in Fürth und Kempten beschäftigen, zeigen einen möglichen gemeinsamen Täter auf.

Wichtige DNA-Spur entdeckt

Im Januar 2026 wandte sich die Kriminalpolizei Kempten mit dem Mordfall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 an die Öffentlichkeit, im Rahmen der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“. Hierbei wurde bekannt, dass eine männliche DNA-Spur, die bei wiederaufgenommenen Ermittlungen gesichert wurde, auch an der Kleidung der 1973 ermordeten Marion Baier entdeckt wurde. Diese Übereinstimmung legt nahe, dass beide Verbrechen von derselben Person begangen wurden.

Öffentliche Mithilfe gefordert

Seit der Veröffentlichung gingen bei den Ermittlern rund 150 Hinweise ein. Neben allgemeinen Hypothesen erhielt die Polizei auch konkrete Informationen zu möglichen Verdächtigen und Firmen. Weiterhin wurden mutmaßliche Parallelen zu anderen Tötungs- und Sexualverbrechen untersucht, ergänzt durch die Operative Fallanalyse.

Aufruf zur Fotoübermittlung

Um die Ermittlungen voranzutreiben, hofft die Polizei auf Einsendungen von Fotos oder Videos vom Fischerfest in Zirndorf am 1. Juli 1973, bei dem Marion Baier zuletzt gesehen wurde. Die Übermittlung kann direkt bei der Polizei in Fürth erfolgen oder über ein spezielles Upload-Portal.

Für sachdienliche Hinweise steht weiterhin die Telefonnummer 0911 2112-3333 zur Verfügung.

Erstellt durch: Michael Konrad

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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