Donau-Ries | Sperrstunde für Plattenpartys

Die sogenannten Plattenpartys gehören im ländlichen Bereich für viele Jugendliche und junge Erwachsene zu den absoluten „Weggeh-Highlights“. In der Vergangenheit kam es immer zu Unfällen mit teils betrunkenen Gästen. Die Polizei fordert deshalb eine Sperrstunde für Plattenpartys. Nun erhebt sich Protest gegen diese Forderung.

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Symbolbild

Dass Jugendliche und Erwachsene auf einer Plattenparty um 3 Uhr weniger betrunken sein werden als um 4 oder 5 Uhr, bezweifle ich stark. Diese Argumentation ist lächerlich. Dadurch lässt sich die Zahl der Verkehrstoten nach solchen Veranstaltungen nicht einschränken. Man sollte eher darüber nachdenken im Rahmen solcher Veranstaltungen Shuttlebusse einzusetzen, die Jugendliche in die umliegenden Städte und Gemeinden befördern. Taxiunternehmen und Kneipenbusse sind dazu zu stark ausgelastet. Diese Busse lassen sich beispielsweise durch Ticketgebühren, Spenden, Crowdfunding und Zuschüsse der Kommunen finanzieren“, fordert Fridolin Fluhr, Pressesprecher der Jungen Liberalen Schwaben.

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Maximilian Funke-Kaiser

Gerade im ländlichen Raum sind Plattenpartys und Vereinsfeste die letzten Möglichkeiten für junge Menschen vor Ort etwas zu erleben. „Trotz der durchweg unbescholtenen Bürgern und dem hohen Lebensstandard im Landkreis Donau-Ries, soll die Verbotsschraube immer enger gedreht werden. Nur weil sich einige Wenige nicht benehmen können, rechtfertigt das kein neues Verbot, welches alle bestraft. Viele Donauwörther haben sowieso das Gefühl, dass grundsätzlich alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist“, meint Max Kundinger.

Der Bezirksvorsitzende der Jungen Liberalen Schwaben Maximilian Funke-Kaiser erklärt dazu: „Die Annahme dass Jugendliche weniger trinken würden, wenn Plattenpartys um 3 Uhr aufhören, ist grotesk und willkürlich. Jugendliche sollten vermehrt präventiv über Alkoholkonsum aufgeklärt werden, anstatt Opfer von bevormundender Politik zu werden“