Donauwörth-Parkstadt | Geisterfahrer verursacht Unfall und flüchtet

Am Abend des 24.01.2021 verursachte ein Falschfahrer auf der Bundesstraße 2 einen Unfall mit einer Verletzten und machte sich anschließend aus dem Staub.
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Symbolbild/Presse Augsburg
 
Um 19.50 Uhr fuhren hintereinander auf der rechten der beiden Fahrspuren der B 2 zwei Autofahrer in Richtung Kaisheim / B 25. Kurz nach der Ausfahrt Donauwörth-Parkstadt begegnete den beiden ein bis dato unbekannter Pkw. Der Wagen war entgegen der Fahrtrichtung mit höherem Tempo unterwegs. Der vordere der beiden Autofahrer, ein 37-jähriger Weißenburger, sah den Entgegenkommenden noch rechtzeitig und konnte ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Bei dem Ausweichmanöver kam der schwarze VW Golf des Mannes jedoch ins Schleudern und drehte sich mehrfach auf der Bundesstraße. Die 34-jährige Beifahrerin des Mannes wurde dadurch im Bauchbereich verletzt. Der direkt dahinter fahrende 29-jährige Kaufbeurer bemerkte den entgegenkommenden Falschfahrer zu spät und konnte mit seinem 5-er BMW nicht mehr rechtzeitig komplett ausweichen. Es kam zu einer Streifkollision, in deren Folge beide linke Außenspiegel beschädigt wurden. Zudem prallte der entgegenkommen Wagen augenscheinlich noch in die Mittelleitplanke. Der Geisterfahrer entfernte sich nach dem Unfall mit seinem sowohl links- als vermutlich auch rechtsseitig beschädigtem Fahrzeug ohne anzuhalten zunächst in Richtung Süden und dann in unbekannte Richtung.

Eine sofort eingeleitete Fahndung von zahlreichen Polizeikräften nach dem Pkw des Unfallverursachers verlief negativ. Hinweise auf den Hersteller bzw. Typ des Fahrzeugs waren zunächst nicht vorhanden. An der Unfallstelle wurden durch die aufnehmenden Beamten der PI Donauwörth jedoch mehrere Fahrzeugteile sichergestellt und diverse andere Spuren dokumentiert, die nun ausgewertet werden.
Laut ersten Ergebnissen der Unfallfluchtfahnder bei der VPI Donauwörth handelte es sich bei dem unfallverursachenden Falschfahrer-Pkw um eine ältere Mercedes C- bzw. E-Klasse mit Erstzulassung 2006. Weitere an der Unfallörtlichkeit festgestellte Spuren und Teile werden momentan untersucht, um die Wagenkategorie noch näher einzugrenzen.

Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens ist momentan noch nicht abschließend zu beziffern, dürfte sich jedoch im deutlich vierstelligen Bereich bewegen. Die Bundesstraße 2 war in nördlicher Fahrtrichtung während der Unfallaufnahme für ca. 45 Minuten komplett gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch die Feuerwehr Donauwörth waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.

Unfallfluchtfahnder wurden hinzugezogen und ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung und weiterer Delikte aufgenommen.

Hierzu werden dringend Zeugen gesucht. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird daher gebeten, sich unter der Telefonnummer 0906/706670 mit der Polizeiinspektion Donauwörth in Verbindung zu setzen.

 
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