Donauwörther Bankräuber zu Haftstrafe verurteilt

Im August 2016 wurde die Raiffeisen-Volksbank in Donauwörth-Parkstadt von einem bewaffneten Täter überfallen und dabei eine Geisel genommen. Nach über einem Vierteljahr konnte die Polizei den Täter ermitteln und verhaften. Heute musste er sich in Augsburg vor Gericht für seine Tat verantworten.

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Die Raiba in Donauwörth/Parkstadt wurde überfallen. | Foto: RVB Donauwörth

Am 17. August vergangenen Jahres wurde die Filiale der Raiffeisen-Volksbank in Donauwörth-Parkstadt von einem damals 38-jährigen Mann aus Donauwörth überfallen. Der mit einer Plastiktüte maskierte Mann war mit einem Messer bewaffnet in den Schalterbereich getreten. Dort hatte er einer 78-jährigen Bankkundin das Messer an die Kehle gehalten und die Herausgabe von Geld gefordert. Der Donauwörther erbeutete auf diese Weise über 13.000.- EUR. Anschließend flüchtete zu Fuß (wir berichteten) und entkam. Dies lag vor allem daran, dass er sich in dieser Gegend bestens auskennt. Mit seiner Familie lebte er in diesem Gebiet, war selbst sogar über zehn Jahre Kunde der Bank.

Auf der Flucht entledigte er sich seiner Handschuhe und der „Tütenmaske“ im Gebüsch der nahen Grundschule. Erst am 03.01.2017 führten die Ermittlungen die Polizei zu ihm und er konnte festgenommen werden. Nach anfänglichem Leugnen, legte der mutmaßliche Bankräuber ein Geständnis ab. Er gab zu Protokoll aus Geldnot gehandelt zu haben. Unter anderem drückten ihn hohe Mietschulden. Dieses Geständnis brachte ihm heute die Milde des Gerichts ein.

Für fünf Jahre und zehn Monate muss er nun in das Gefängnis. Das Gericht blieb mit diesem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Neben dem Geständnis wurde ihm sein bisher „unbeschriebenes Blatt“ in der Polizeikartei zu Gute gehalten.