Dr. Mehring ist nordschwäbischer Spitzenkandidat der Freien Wähler

Grund zur Freude hatten die Delegierten der FREIE WÄHLER im Augsburger Land auf dem schwäbischen Bezirksparteitag ihrer Partei in der Memminger Stadthalle. Dort wurde beschlossen, dass Landtagsabgeordneter Dr. Fabian Mehring aus Meitingen als Spitzenkandidat für Nordschwaben in die Landtagswahlen im Herbst geht.

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die Top 5 der FW Landtagskandidaten: Bernhard Pohl, Marina Jakob, Alexander Hold, Ulrike Müller und Dr. Fabian Mehring. Bild: Franziska Mehring

Als Parlamentarischer Geschäftsführer ist Mehring seit fünf Jahren die protokollarische Nummer Zwei der FW-Regierungsfraktion im Münchner Landtag und zählt damit zum landesweiten Spitzenpersonal seiner Partei. Auf Vorschlag von Landtagsvizepräsident und FW-Bezirkschef Alexander Hold, den Mehring zuvor seinerseits für den ersten Listenplatz vorgeschlagen hatte, wählten die Delegierten den Direktkandidaten im Stimmkreis Augsburg-Nord/Dillingen ohne Gegenkandidaten auf den zweiten Listenplatz. Als schwäbisches Spitzenduo sollen Mehring und Hold nun als überregionale Zugpferde fungieren und viele Zweitstimmen aus dem nördlichen Schwaben sowie dem Allgäu auf die FW-Liste holen, hofft Kutzenhausens Bürgermeister Andreas Weißenbrunner, der selbst als Delegierter beim Parteitag war.

Freuen dürfen sich neben Mehring auch weitere FW-Politiker aus dem Augsburger FW-Kreisverband. So wurde mit Spannung erwartet, wer sich auf der Landtagsliste nach den Spitzenkandidaten Hold und Mehring sowie der Europaabgeordneten Müller und dem Landtagsabgeordneten Pohl einreiht, die für die vordersten Plätze als gesetzt galten. Schließlich ist mit einer Platzierung nach den Amtsinhabern die Favoritenrolle um die Nachfolge des 69-jährigen Oberallgäuer Abgeordneten Leopold Herz und des 71-jährigen Biberbachers Johann Häusler verbunden, die im Herbst ihre Karrieren beenden und nicht mehr zur Wahl stehen.

Im Kreis dieser Aspiranten ist der Augsburger FW-Kreisverband gleich mit zwei Politikerinnen vertreten, die sich seit dem Bezirksparteitag reelle Chancen auf einen Einzug ins Landesparlament ausrechnen dürfen. So wählten die Vertreter der Kreisverbände aus Bayerisch-Schwaben die 35-jährige Agraringenieurin Marina Jakob aus Langweid, die sich im von CSU-Skandalen gebeutelten Landkreis Günzburg um das Direktmandat bewirbt, auf den fünften Listenplatz. Vom siebten Platz der 26-köpfigen Liste geht Gessertshausens ehemalige Bürgermeisterin Claudia Schuster ins Rennen und gehört damit ebenfalls zum engeren Favoritenkreis für den Einzug ins Landesparlament. Ein drittes Eisen haben die regionalen Freien Wähler mit ihrem Kreischef Anton Rittel im Rennen, der vom zwölften Listenplatz ins Rennen geht und besonders beim Handwerk punkten will. „Der Landkreis Augsburg ist der einzige in Bayern, den im aktuellen Landtag gleich zwei FW-Abgeordnete vertreten. Das soll auch in Zukunft so bleiben, wofür wir nun eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen haben“, freut sich Abgeordneter Mehring über den erfolgreichen Verlauf der Aufstellungsversammlung.

Auch auf der Bezirkstagsliste waren die örtlichen Freien Wähler erfolgreich. So sind alle drei Stimmkreise, an denen das Augsburger Land beteiligt ist, unter den Top Ten zu finden. Melanie Schappin und Susanne Rößner sicherten sich die Plätze 9 und 10. Für eine faustdicke Überraschung sorgte schließlich die Nominierung von Ulrich Reiner aus Bissingen, der sich an der Seite von Mehring im nördlichen Landkreis Augsburg und dem Landkreis Dillingen um das Direktmandat für den Bezirkstag bewirbt. Ihn wählten die Delegierten auf den zweiten Platz der FW-Schwabenliste. Damit tritt der Kommunalpolitiker aus dem Kesseltal, der bei der Bundestagswahl das beste FW-Ergebnis in Schwaben holte, nicht nur vor zwei amtierenden Bezirksräten, sondern auch vor FW-Größen wie der Oberallgäuer Landrätin Indra Baiermüller oder dem Unterallgäuer Landrat Alexander Eder an. Nach Einschätzung von FW-Bezirksvize und Nordendorfs Bürgermeister Tobias Kunz habe Reiner damit beste Chancen, die Landkreise Augsburg und Dillingen im nächsten Schwabenparlament zu vertreten.