Ein dramatischer Baustellenunfall hat sich am Donnerstagnachmittag in Laim
ereignet.

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Symbolbild

Bei Schalungsarbeiten wurde ein 47-jähriger Bauarbeiter verschüttet. Er stürzte
in eine Baugrube und wurde bis zum Kopf von nachrutschendem Erdreich und Steinen
verschüttet.

Seine Kollegen setzten sofort den Notruf ab und versuchten erst den Kollegen mit
den Händen auszugraben. Da dies merklich keinen Erfolg brachte, wurde der
Verschüttete mithilfe von Bandschlingen und Seilen bis zum Eintreffen der
Rettungskräfte gesichert.

Nach einer ersten Rückmeldung von der Einsatzstelle wurden weitere Einheiten der
Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr an die Einsatzstelle beordert.
Darunter waren zum Beispiel ein Abrollbehälter mit Rüst- und Baumaterialien, ein
Fachberater für Baumaßnahmen vom Technischen Hilfswerk sowie ein
Kriseninterventionsteam für die unter Schock stehenden Kollegen.

Mit einer Drehleiter und Seilen wurde der verschüttete Mann vor weiterem
Abrutschen gesichert und ein Notarztteam konnte eine kurze Erstversorgung
durchführen. Zeitgleich wurde dann auf der einen Seite das drückende Erdreich
mit viel Muskelkraft abgetragen sowie auf der anderen Seite eine Stabilisierung
mit massivem Bauholz aufgebaut.

Eine schwierige Situation für die Einsatzkräfte, da bei solchen Unfällen zwar
höchste Eile geboten ist, aber die Rettung der Person meist eine zermürbende
Mischung aus taktischem Denken und vielen fleißigen Händen erfordert.

Nach etwa eineinhalb Stunden konnte der schwer verletzte Bauarbeiter aus seiner
Zwangslage befreit werden. Er wurde im Anschluss sofort in einen Schockraum zur
weiteren Behandlung gebracht.

Die Baugrube wurde anschließend durch die Feuerwehr abgesichert und an die
Baufirma übergeben.

Zur Ermittlung der Unfallursache hat die Polizei München die Ermittlungen
aufgenommen.

Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr