Vier schwäbische Städte bewerben sich als Modellregion für eine neue Corona-Strategie

Ministerpräsident Markus Söder hat in seiner heutigen Regierungserklärung von bis zu acht Städten gesprochen, in denen neue Corona-Strategien erprobt werden. Während man Augsburg aufgrund der Größe der Stadt die Möglichkeit nicht zugesteht, bewerben sich neben Günzburg und Lindau auch Kempten und Memmingen um den Status als Modellregion.

Symbol-Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Kempten Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) hat ein Schreiben an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gerichtet. Das Stadtoberhaupt der Allgäuer erklärte den Willen, dass eine Stadt eine Modellregion bei der Erprobung von Öffnungeschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes werden möchte.

Auch Augsburg hatte Interesse an der Einführung des sogenannten „Tübinger Modells“ angmeldet. Söder hatte das Ersuchen mit dem Hinweis auf die Größe der Stadt abgelehnt (wir berichteten).

Drei Schwaben-Städte wollen Modellregion werden

Die weiteren schwäbischen Bewerber dürften die Anforderungen an die Wunschvorstellung an die Größe der Kommune eher erfüllen. Neben Günzburg (siehe eigener Beitrag) und der Bodenseestadt Lindau möchten eben auch die Kemptener den Status als schwäbische Modellregion erhalten. Nur einer der drei Kandidaten wird wohl zum Start nach Ostern zum Zug kommen.

Kemptens OB Kiechle sieht seine Stadt jedenfalls aus Sicht der pandemischen Lage und auch der soziodemographischen Voraussetzungen bestens geeignet für die Teilnahme. Auch in der deutlich kleineren Großen Kreisstadt Günzburg (rund 21.000 Einwohner) sieht man sich für das Pilotprojekt gerüstet. „

„Ich freue mich, dass die Stadt Lindau die Initiative ergriffen hat und das sogenannte Tübinger Modell bei uns umsetzen möchte. Sehr gerne stehen wir als Landratsamt bei weiteren Entwicklungsschritten unterstützend zur Seite. Zeitnah ist ein gemeinsamer Austausch mit der Stadt und Vertretern der IHK Schwaben geplant, um weitere Details zu besprechen“, erhält die Stadt Lindau die Unterstützung von Landrat Elmar Stegmann.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Landkreis oder die Stadt eine Inzidenz zwischen 100 und 150 ausweisen. Während Kempten (117,1) und Lindau (120,76) diese Anforderungen erfüllen, liegt der Landkreis Günzburg aktuell mit 93,68 (noch) unter der Vorgabe.

+++Update: Wie inzwischen bekannt wurde, hat sich auch Memmingen beworben.+++