Drei Schwerverletzte nach Messerattacke in ICE

Bei der Messerattacke in einem ICE auf der Fahrt von Regensburg nach Nürnberg sind drei Menschen schwer verletzt worden. Ein Mann wurde festgenommen, die Bahnstrecke wurde über Stunden gesperrt. Am Mittag schaltete sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) persönlich ein und sprach von einer „grausamen Messerattacke“.

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Foto: vifogra

„Ich hoffe, dass die Verletzten und diejenigen, die das Geschehen miterleben mussten, schnell und vollständig gesund werden“, sagte Seehofer. Polizei und Zugpersonal hätten durch ihren Einsatz „noch Schlimmeres verhindert“. „Durch das schnelle Eingreifen besteht keine akute Gefahr mehr für andere“, sagte der Innenminister.

Die Hintergründe der Tat seien „noch unklar und werden jetzt aufgeklärt“.  Erst dann sei eine Bewertung möglich. Die Polizei ermittelt in Richtung versuchte Tötungsdelikte. Nach ersten Informationen soll es sich aber um einen 27-jährigen männlicher Täter, syrischer Herkunft handeln.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war mit über 100 Einsatzkräften in Seubersdorf im Landkreis Neumarkt, wo der Zug angehalten und geräumt wurde. Die evakuierten Fahrgäste wurden vor Ort betreut.

dts/pa