Das Triple ist perfekt. Nach den Titeln in der Bezirksliga sowie in der Landesliga hat der EV Füssen nun auch noch die Meisterschaft in der Bayernliga gewonnen. Durch ein 5:2 (0:1, 2:0, 3:1) entschieden die Schwarz-Gelben die Playoff-Serie gegen den letztjährigen Oberligisten TEV Miesbach mit 3 zu 1 Siegen für sich, und erreichten nach dem ersten Platz in der Hauptrunde sowie dem Aufstieg in die Oberliga auch in dieser Spielzeit den dritten großen Erfolg.


Bevor der Sieg in der vierten Partie bei den Oberbayern fest stand, war aber nochmals harte Arbeit angesagt, denn der TEV gab sich nicht so leicht geschlagen. Insgesamt war das 50. Pflichtspiel in dieser Saison für beide Teams das schwächste der Finalserie und lebte hauptsächlich von der Spannung. Miesbach legte los wie die direkt neben dem Eisstadion beheimatete Feuerwehr, nach 13 Sekunden war Benedikt Hötzinger bereits zur ersten Parade gezwungen, nach 39 Sekunden lag die Scheibe durch Slavicek zum 1:0 im Netz. Ein perfekter Start für die Gastgeber, ein perfekter Fehlstart für die Füssener. Diese standen auch in der Folge unter Druck, hatten Glück, dass der Gegner einen Wechselfehler nicht ausnutzte, dass Hötzinger kurz darauf gegen Fissekis eine Top-Parade zeigte. Erst bei einem Überzahlspiel nach zehn Minuten gab es erste nennenswerte Offensivaktionen des EVF, in der Schlussphase des Abschnitts gute Möglichkeiten für Straub, Meier und Vaitl. Insgesamt ging die Führung für Miesbach aber auf jeden Fall in Ordnung.

Das Mitteldrittel begann mit einem Bandencheck gegen Florian Simon, der sich dabei verletzte und nicht mehr mitwirken konnte. Für sein Einsteigen wurde Florian Feuerreiter mit einer Spieldauerstrafe bedacht. Da kurz darauf auch Newhook auf die Strafbank musste, ging es zunächst 4 gegen 4 weiter, und hier hatte der TEV durch Schenkel eine Riesenchance zum zweiten Tor, scheiterte aber. Als der EVF dann in sein knapp dreiminütiges Überzahlspiel kam und zudem eine weitere Strafzeit gegen die Rot-Weißen angezeigt wurde, glich Tyler Wood von der blauen Linie aus. Und nur 32 Sekunden später nahm Marius Klein Maß und netzte zum 1:2 ein. Das Spiel war gedreht. Miesbach drückte danach nochmals aufs Tempo und kam zu guten Chancen, Slavicek vergab gar einen Alleingang auf Hötzinger. In der Schlussphase hatte dann Füssens Kapitän Eric Nadeau auf der anderen Seite zwei gute Möglichkeiten zum dritten Treffer.

Auch in den letzten zwanzig Minuten hatte zunächst der EVF durch Payeur und Nadeau seine Chancen, ehe Strafzeiten eine kurze Unterzahl bedingten, die aber gut überstanden wurde. Miesbach konnte nun auch keinen so großen Druck mehr entwickeln, was mehr Platz für das Füssener Angriffsspiel bedeutete. Die Kontermöglichkeiten häuften sich, und in der 53. Minute fiel dann die Entscheidung. Innerhalb von dreizehn Sekunden trafen Tobias Meier und Eric Nadeau zum vielumjubelten 1:4. Das war die Vorentscheidung, obwohl die Gastgeber nicht aufgaben und kurz vor Spielende durch Kokoska nochmals verkürzen konnten. Nachdem sie ihren Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler eingetauscht hatten, war es Marc Besl in der letzten Minute vorbehalten, den 238. Saisontreffer des EV Füssen zu erzielen und den Endstand von 2:5 herzustellen. Der Gewinn der Bayerischen Meisterschaft 2019 stand fest. Danach folgten die Feierlichkeiten im schwarz-gelben Lager, das ist aber wieder eine andere Geschichte.

(MiL)

Tore: 1:0 (1.) Slavicek (Bacher, Kokoska), 1:1 (26.) Wood (Besl, Nadeau/6-4), 1:2 (27.) Klein (Krötz, Vaitl/5-4), 1:3 (53.) Meier (Klein, Newhook), 1:4 (53.) Nadeau (Wiedemann, Vaitl), 2:4 (59.) Kokoska (Slavicek, Mechel), 2:5 (60.) Besl (ENG)

Strafminuten Miesbach 10 plus 5 plus Spieldauer Feuerreiter Fl.-Füssen 10

Zuschauer 451.