Großbritanniens Premierminister Boris Johnson gerät immer stärker unter Druck. Trotz zahlreicher Rücktrittsaufforderungen wolle er aber im Amt bleiben und schließe auch Neuwahlen aus, sagte Johnson am Mittwoch.

Nach den Rücktritten von Finanzminister Rishi Sunak und Gesundheitsminister Sajid Javid am Dienstag belief sich die Zahl der Rücktritte aus dem Umfeld der Regierung am Mittwochnachmittag britischen Medien zufolge auf 31. Johnson lehnt die Aufgabe seines Amtes aber weiterhin vehement ab. Hintergrund der harschen Kritik an seiner Person ist eine ganze Reihe von Skandalen, die den Premier zuletzt immer mehr belastet hatten. Jüngster Streit ist der Fall des einst führenden Tory-Fraktionsmitglieds Chris Pincher, der sich Vorwürfen sexueller Belästigung ausgesetzt sieht. Ein Regierungssprecher hatte zuletzt eingeräumt, dass der Premierminister doch schon 2019 über Anschuldigungen gegen seinen konservativen Parteifreund im Bilde war.

Zuvor hieß es, Johnson seien keine konkreten Vorwürfe bekannt gewesen. Aber auch der Disput um Partys im Regierungssitz des Premierministers trotz des damaligen Corona-Lockdowns hängt ihm weiter nach.

Foto: Boris Johnson, über dts Nachrichtenagentur

Druck Auf Boris Johnson Waechst Zahl Der Ruecktritte Steigt Auf 31