ratiopharm ulm trifft am kommenden Sonntag vor eigener Kulisse auf den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger ALBA Berlin. Tip-Off in der ratiopharm arena ist um 19 Uhr.

Unnamed9
Foto: PM BBU

„Offensivspektakel“ steht über einem ereignisreichen Mittwochabend in der ratiopharm arena. Der Sieg im 7DAYS EuroCup gegen Bourg en Bresse ein Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz. Ohne die beiden Center Sagaba Konate und Nicolas Bretzel, brannte das Team gegen den Tabellenführer der Gruppe ein offensives Feuerwerk ab, hatte bereits zur Pause die 60-Punkte-Marke geknackt. „Der Sieg hat gezeigt, dass wir auch ersatzgeschwächt und in der Underdogrolle gewinnen können. Das gibt uns für die anstehenden Aufgaben einiges an Selbstvertrauen“, so Robin Christen. Und es gibt auch eine erste Entwarnung bei Topscorer Yago Dos Santos: „Durch das MRT können wir eine größere Verletzung ausschließen, dennoch müssen wir abwarten, ob er am Sonntag spielen kann“, erklärt sein Trainer Anton Gavel.

Trotzdem sieht sich das Trainerteam um den Head Coach weiter Personalproblemen ausgesetzt: „Es ist natürlich ungünstig, dass wir im Vorfeld so eines Spiels Personalsorgen haben. Das gehört aber dazu und wir wissen damit umzugehen.“ 
Neue Unterstützung gibt es von einem, der seine Qualitäten bereits am Mittwoch unter Beweis gestellt hat. Ohne größere Anlaufzeit fand sich Neuzugang Brandon Paul nahtlos ins System der Ulmer ein: „Brandon gibt der Mannschaft neben seinem Scoring viel Erfahrung und Stabilität. Bereits jetzt ist er auf- und abseits des Feldes in regem Austausch mit seinen Mitspielern. Eine zusätzliche Führungsrolle, die wir uns gewünscht haben“, so der Head Coach. Nach einem Mal beim Shootaround, brachte der Schütze gegen Bourg en Bresse in zwölf Minuten 14 Punkte und zwei Rebounds aufs Parkett. Paul selbst stellt die Mannschaftsleistung in den Vordergrund: „Das Team hat es mir sehr leicht gemacht mich einzufinden. Wir haben konzentriert gespielt und effektiv unsere Würfe getroffen. Ich selbst möchte unsere junge Mannschaft mit meiner Erfahrung und Mentalität unterstützen.“ Der 31-jährige hat in der Vergangenheit mit und gegen einige ALBA-Akteuren gespielt und weiß um deren Qualität: „Sie sind nicht ohne Grund amtierender Meister. Es wird ein schweres Spiel, aber wir werden am Sonntag vor unseren eigenen Fans alles reinwerfen.“ 

Mit viel Reisestress, aber der nötigen Kadertiefe
Nach den jüngsten Duellen bei Virtus Bologna und dem AS Monaco, reist ALBA Berlin am Sonntag zum dritten Spiel in fünf Tagen. Für den amtierenden deutschen Meister allerdings nichts neues, weshalb der Kader auch in diesem Jahr wieder tief besetzt ist. Nahezu die komplette Mannschaft konnte gehalten werden, der Abgang von Oscar da Silva wurde mit dem italienischen Top-Talent Gabriele Procida und dem neuseeländischen Center Yanni Wetzell kompensiert. Neben Topscorer Jaleen Smith (13,7 Pkt) präsentieren sich auch die beiden Bronze-Medaillengewinner Maodo Lo (11,0) und Johannes Thiemann (11,6) in bester Verfassung. Mit einer Bilanz von 8-1 liegen die Albatrosse auf dem zweiten Tabellenplatz der BBL-Tabelle und arbeiten damit weiter an der Mission Titelverteidigung. Das beste Reboundingteam der Liga (39,7) kann sich auch auf Tamir Blatt (6,5 As) und Luke Sikma (5,6 As) mit deren Zuspielqualitäten verlassen. 

Headcoach Anton Gavel: „Wir reden vom aktuellen deutschen Meister. Ein wichtiger Faktor ist die Kontinuität im Kader. Dadurch sind sie sehr eingespielt, was sich zuletzt gegen Bayreuth gezeigt hat, als sie am Ende noch einen 15-Punkte Rückstand aufgeholt haben. ALBA agiert exzellent in Umschaltmomenten, weiß zu verteidigen und vor allem wie man gewinnt. Trotz ihrer Doppelbelastung in der EuroLeague wird es ein schweres Spiel für uns.“