Durch ehrliche Arbeit verdient | Alle Fakten zum FCA-Sieg über Dortmund

Viele der Spieldaten sprachen am Ende gegen den FC Augsburg und doch ging man als Sieger vom Platz. Das 2:0 über Borussia Dortmund war dabei nicht einmal unverdient, ehrliche Arbeit zahlte sich aus.

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Der Jubel beim FCA war groß | Foto: Krieger

80 Prozent Ballbesitz. Insgesamt 18 zu 6 Torschüsse und doch keine Tore erzielt und 0:2 verloren. Das ist die Bilanz von Borussia Dortmund zum Auswärtsspiel beim FC Augsburg. „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben“, so Lucien Favre, Trainer des Vizemeisters. Und dies dürfen die Schwarz-gelben auch sein, der Sieg des FCA ging am Ende allerdings absolut in Ordnung.

Dies lag auch daran, dass die in der Vorwoche so gelobte „Boygroup“ aus ganz jungen Spielern ihr Talent nicht auf den Augsburger Rasen brachte. Auch Haaland, beim letzten Aufeinandertreffen im Januar noch dreifacher Torschütze, bekam gegen Udoukhai keinen Stich. Das sich Dortmund schwertun würde, war von Beginn an spürbar.

„BVB-Bubis“ bekommen keinen Stich

Der BVB war Herr über nahezu das gesamte Spielfeld, am Strafraum der Gastgeber war aber Schluss. Kompakt und taktisch-diszipliniert ließ man die Westfalen anlaufen und zog ihnen so den Zahn. Erst nach über zwanzig Minuten reichte es für den FCA in der Offensive zu mehr, als dem ein oder anderen zaghaften Angriff. Mit der ersten Torchance ging man dann aber auch gleich in Führung. Gregoritsch war nahe der linken Strafraumecke gefoult worden, Udoukhai wuchtete den Caligiuri-Freistoß per Kopf in die Maschen. Als Dortmund sich gegen die anschließende gute Phase der Augsburger aufbäumen wollten, stoppten die Schwaben dies mit dem ein oder anderen „klugen“ Foul im Keim. Es schien, als wenn Gregoritsch und Khedira den „BVB-Bubis“ zeigen wollten, dass man mehr als Talent benötigt, um in der Bundesliga zu bestehen. Dies zeigte Wirkung.

86 Prozent Ballbesitz und doch zu harmlos

Auch nach dem Seitenwechsel behielt Dortmund die Spielanteile (86 Prozent Ballbesitz in der 2.Hälfte), Augsburg aber die Fäden in der Hand. Gestärkt durch die Pausenführung verteidigte man nun höher und lief jede sich bietende Anspielstation zu. Am Ende war das Team von Trainer Heiko Herrlich 11,5 Kilometer mehr gelaufen, als der Champions League-Teilnehmer. Die ideen- und (torchancen)losen Borussen hatten dieser ehrlichen Arbeit nichts entgegenzusetzen. Nachdem Caligiuri sein Heimdebüt, nach glänzender Vorarbeit von Niederlechner, mit dem frühen 2:0 krönte (54.) war der Deckel auf dieser Partie. Als Dortmund in der Folge immer weiter drängte kam der FCA sogar noch zu Möglichkeiten für ein weiteres Tor (u.a. Fernschuss Gruezo). Erst in der Schlussphase musste der neue Augsburger Keeper Gikiewicz die Null noch zweimal festhalten, dann durfte gejubelt werden. Der FCA schlägt Borussia Dortmund dank einer effektiven, taktisch-disziplinierten und einsatzfreudigen Leistung mit 2:0. Ehrliche Arbeit zahlt sich aus.