ECDC Memmingen Indians empfangen DEL2-Absteiger Heilbronn – Am Sonntag geht es nach Füssen

Ein starker Gegner wartet am Freitagabend auf die ECDC Memmingen Indians, die Heilbronner Falken gastieren ab 20 Uhr am Hühnerberg. Der Zweitliga-Absteiger und die Memminger liegen in der Tabelle nahezu gleichauf, die Zuschauer dürfen sich erneut auf ein richtungsweisendes Spiel um Platz 4 freuen. Zum „Blaulichttag“ werden auch zahlreiche ehrenamtliche Hilfskräfte im Stadion erwartet. Am Sonntag geht es für die Indianer dann nach Füssen (17 Uhr).

Ecdc Sieg
Foto: Flo Brunner

Nachdem am vergangenen Sonntag mit einer Energieleistung der Heimsieg gegen die Höchstadt Alligators in letzter Sekunde geschafft wurde, wartet am Freitagabend ein noch schwierigerer Gegner auf den ECDC. Das Topteam aus Heilbronn, im letzten Jahr noch in der zweiten Liga aktiv, ist zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel zu Gast bei den Indians. Unbekannte sind die Falken aber ganz und gar nicht. Bereits in der Vorbereitung waren sie in Memmingen erfolgreich, auch die erste Hauptrundenpartie der beiden Teams beendeten sie auf siegreich auf eigenem Eis. Nun kommt es zur zweiten Partie der laufenden Runde, die Indians wollen dabei punkten, um den direkten Konkurrenten in Schach zu halten. Im Moment trennen beide Teams nur ein Punkt, Heilbronn 

Bei den Memmingern wird es personell nur wenige Änderungen geben, Lubor Pokovics Einsatz dürfte sich erst am Spieltag entscheiden, die weiteren Verletzten fallen aus. Vom Kooperationspartner aus Ravensburg könnte aber zumindest Lukas Bender zur Verfügung stehen.

Als besondere Aktion des ECDC findet am Freitag auch der traditionelle „Blaulichttag“ statt. Die Indians haben ehrenamtliche Hilfskräfte aus der Region zur Partie gegen die Falken eingeladen, mehrere hundert Anmeldungen von Feuerwehren, Rettungskräften und anderen Ehrenamtlichen gingen ein. Die Indians rechnen also am Freitag mit einer stattlichen Kulisse, die auch nochmal deutlich über dem bislang hervorragenden Schnitt von rund 2100 Zuschauern pro Partie liegen dürfte. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen die Maustädter den Vorverkauf zu nutzen und frühzeitig die Halle zu betreten.

Die Gegner 

Heilbronn: Freitag, 20 Uhr

Die Falken gelten, nach Weiden, als eine der Spitzenmannschaften der Oberliga. Der Absteiger der DEL2 kommt mit zwei Topreihen nach Memmingen. Die Kontingentspieler, das schwedische Zwillingspaar Linus und Pontus Wernerson Libäck sowie der finnische Center Oula Uski gehen gemeinsam auf Torejagd und bringen die gegnerischen Verteidiger reihenweise an den Rand der Verweiflung. Auch Robin Just und Freddy Cabana sind unter den besten Angreifern der Liga zu finden. Eine herbe Schwächung für die Falken ist allerdings die Sperre von Stammtorhüter Patrick Berger. Der langjährige Regensburger Schlussmann muss ab sofort für zehn Spiele zuschauen, nachdem er vermeintlich einen Schiedsrichter tätlich anging. Aufpassen müssen die Indians auf die Special-Teams der Falken, das Powerplay liegt mit 24 Prozent auf dem vierten Platz der Liga, beim Penalty Killing glänzt das Team von Trainer Frank Petrozza mit bärenstarken 90 Prozent.

Füssen: Sonntag, 17 Uhr 

Beim EV Füssen gibt es für die Indians am Sonntagabend eine klare Zielsetzung: Drei Punkte müssen her, will man weiter im Kampf um die vorderen Plätze mitmischen. Die Gastgeber verfügen über ein sehr junges und kampfstarkes Team. Zu allem Übel muss der EVF seit mehreren Wochen auf Topscorer Bauer Neudecker verzichten, zuletzt fielen sogar alle drei Kontingentspieler aus. Gerade für einen schlanken Kader mit vielen noch unerfahrenen Akteuren sind Ausfälle solcher Art natürlich nur schwer zu kompensieren. Die Indians dürften trotzdem gewarnt sein. Schon öfter fuhr man als klarer Favorit an den Kobelhang, nicht allzu oft verließ man diesen wieder mit drei Punkten im Gepäck. Ganz viel wird am Sonntagabend auf Benedikt Hötzinger ankommen, der Torwart der Ostallgäuer zählt zu den besten seines Fachs und soll die Indians-Angreifer nach Möglichkeit stoppen. Viel Verantwortung lastet also auf seinen Schultern, doch auch die verbliebenen Leistungsträger werden im Derby alles in die Waagschale werfen, um Punkte einzufahren. Zuletzt mussten die Füssener mehrere Niederlagen einstecken, drei mal in den letzten vier Spielen unterlag man aber nur mit einem Tor Unterschied. Topscorer ist mit Julian Straub ein bekanntes Gesicht. Anton Zimmer und Maxim Kryvorutskyy sind, nach den fehlenden Kontingentspielern, die nächstbesten Punktesammler.

mfr