EHC Königsbrunn | „Diese Sache schlägt dem Fass den Boden aus“ – Finnischer Neuzugang schon wieder weg

Der finnische Neuzugang Joonas Huovinen, ist seit dieser Woche schon nicht mehr beim EHC Königsburnn dabei. Nach einer komischen Nummer wurde der Vertrag aufgelöst.

Huovinen Farny
Joonas Huovinen (links) wurde erst Anfang Dezmeber präsentiert, jetzt ist er schon wieder weg| Foto: Plate

Königsbrunns erster Vorstand Tim Bertele ist nicht gut auf den 27-jährigen Angreifer zu sprechen: „Ich habe schon viel im Eishockey erlebt, aber diese Sache schlägt dem Fass den Boden aus. Wir haben uns Ende November mit Joonas Huovinen auf einen Vertrag geeinigt, alles war unterschrieben, die erworbene Transferkarte und der Spielerpass bereits in Königsbrunn. Am 2. Dezember brach er das Training aufgrund einer Verletzung ab, am 3. Dezember bat er uns mittags um einen Lohnvorschuss in einer hohen dreistelligen Summe, welchem wir auch nachgekommen sind. Noch am gleichen Abend informierte er uns, dass seine Mutter in Finnland einen schweren Herzinfarkt erlitten hätte. Am 6. Dezember teilte er uns den Wunsch mit, zu seiner Mutter heimfliegen zu wollen, an Eishockey könne er derzeit nicht denken. Selbstverständlich sind wir seiner Bitte bezüglich einer Vertragsauflösung nachgekommen. Dann bat er uns darum, den Lohnvorschuss leihweise behalten zu können, um den teuren Flug, welcher nur per Umweg über Augsburg – Stuttgart – Berlin – Helsinki möglich sei, zu finanzieren. Er wolle das Geld zeitnah zurückzahlen, auch hier wollten wir helfen und sind dem Wunsch nachgekommen. Umso verwunderter waren wir dann aber, als wir einen Tag nach seiner Abreise den Transferwunsch eines französischen Drittligisten erhielten. Nach Rücksprache mit dem dortigen Vorstandskollegen teilte dieser uns mit, dass der Spieler bereits am 2. Dezember dort zugesagt und am 4. Dezember einen Vertrag unterschrieben hat. Der Spieler habe dort angegeben auf dem Markt zu sein, da wir ihm angeblich mitgeteilt hätten, nicht mehr mit ihm zu planen. Er reiste auch nicht mit dem Flugzeug an, sondern nahm für 140€ die günstige TGV-Verbindung Augsburg – Paris. Inzwischen haben wir den Pass freigegeben, der französische Club hat alle Auslagen übernommen, sodass wir durch die Sache zumindest keinen finanziellen Nachteil erlitten haben. Inwiefern das noch ein juristisches
Nachspiel hat, prüfen wir derzeit“