Mit 6:1 gewinnt der EHC Königsbrunn sein Heimspiel gegen die „Gladiators“ des TSV Erding. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großer Effizienz stehen die Brunnenstädter am Ende als verdienter Sieger da.

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Nach dem Spiel war die Freude groß, die Spieler wurden von den zahlreichen Fans lautstark gefeiert. | Foto: Plate

Beide Mannschaften hatten mit Ausfällen zu kämpfen. Der TSV reiste mit 16 Feldspielern an, Königsbrunn startete mit 14. Nach langer Verletzungspause kehrte Max Petzold wieder in den Kader zurück. Trotzdem fehlten weiterhin einige Leistungsträger, darunter Alexander Strehler, Michael Rudolph, Peter Brückner und Hayden Trupp. Im Tor der Brunnenstädter stand von Beginn an Stefan Vajs.

Der EHC und die Gladiators starteten mit hohem Tempo in die intensiv geführte Partie. Erding hatte schon in den ersten Minuten einige gute Szenen vor dem Königsbrunner Tor, zwingende Chancen waren aber nicht dabei. In der auf Augenhöhe geführten Begegnung erarbeiteten sich beide Mannschaften immer wieder gute Gelegenheiten, verpassten es aber zu treffen. Den ersten Treffer markierten aber die Königsbrunner, gleich beim ersten Überzahlspiel fälschte Nico Baur einen Schuss von Simon Beslic ins Tor der Gäste ab und sorgte so für die 1:0 Führung für den EHC. Erding versuchte zwar noch den Ausgleich zu erzielen, doch bis zur ersten Pause fielen keine weiteren Treffer mehr in der sehr spannenden Partie.

Emotionen
Zwischendurch kam es immer wieder zu Rangeleien, das Spiel war hart umkämpft. | Foto: Plate

Im mittleren Spielabschnitt erwischte Königsbrunn einen Traumstart, gleich in der 22. Spielminute fiel das 2:0 für den EHC. Bei einem Konter legte Dennis Tausend die Scheibe quer zu Lukas Häckelsmiller, dieser netzte dann eiskalt die schöne Vorlage ein und sorgte so für ausgelassene Stimmung bei den Fans der Brunnenstädter. Erding zeigte sich unbeeindruckt und antwortete mit wütenden Offensivaktionen, aber spätestens beim herausragenden Goalie Stefan Vajs war Feierabend mit den Bemühungen der Gäste. In der 30. Spielminute schickte dann Simon Beslic Jeffrey Szwez mit einem feinen Anspiel auf die Reise, dieser schloss dann seinen abseitsverdächtigen Alleingang gekonnt zum 3:0 ab. Kurz danach musste dann Max Petzold nach einem unnötigen und harten Foul mit einer Spieldauerstrafe vom Eis und beendete so sein Comeback. Königsbrunn hatte nun allerdings fünf Minuten in Unterzahl vor sich. Erding nutzte diese Steilvorlage aber nicht und kassierte sogar selbst eine Strafzeit, der EHC überstand die kritischen Minuten allerdings schadlos. In der 39. Spielminute fiel dann der nächste Treffer für Königsbrunn, bei einem weiteren Konter legte Toms Prokopovics quer zu Jeffrey Szwez, der dann zum 4:0 für Königsbrunn einschob. Mit diesem Drittelendstand gingen beide Mannschaften ein letztes Mal in die Kabinen.

Szwez
Jeffrey Szwez erzielte zwei Treffer und zeigte eine starke Partie. | Foto: Plate

Die Gäste mussten nun vier Tore innerhalb 20 Spielminuten aufholen, ein schneller Treffer sollte her. Der EHC verwaltete die Führung und ging keinerlei Risiken ein. In der 52. Spielminute kassierten die Königsbrunner dann doch noch das 4:1, nach Scheibenverlust konnte Erik Modlmayr seinen Alleingang erfolgreich abschließen. Doch der EHC fand nur 62 Sekunden später die passende Antwort und legte das 5:1 nach. Zuvor setzten sich die Königsbrunner im Erdinger Drittel fest, Sternheimer hämmerte nach starker Vorarbeit von Tim Bullnheimer den Puck in den Winkel und erstickte die Erdinger Hoffnungen im Keim. Danach hatten die Gäste sogar noch nach Strafen gegen Königsbrunn und Herausnahme des Goalies noch zu sechst gegen drei Königsbrunner Powerplay, doch Stefan Vajs und der Eishockeygott verhinderten einen weiteren Treffer der Gladiators. Gustav Veisert traf dann noch nach Scheibenverlust der Gäste ins gegnerische Tor und erhöhte in der 57. Spielminute auf 6:1, das Spiel war nun endgültig entschieden, bis Abpfiff fielen keine Treffer mehr.

Der EHC holt sich gegen die Mannschaft der Stunde wichtige drei Punkte. Dank einer gnadenlosen Effizienz und der geschlossenen Mannschaftsleistung war der Sieg gegen einen Top-Gegner verdient, fiel aber vom Ergebnis zu deutlich aus. Königsbrunn steht nun wieder auf dem zweiten Tabellenplatz, die spielerisch und körperlich starken Erdinger bleiben weiter auf dem sechsten Rang.

EHC-Coach Bobby Linke war nach dem Spiel hochzufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben heute wieder mal ein Top-Spiel gesehen, das war ein sehr schwerer Gegner, Erding ist eine sehr intensive Mannschaft. Die haben gut gespielt, sind schnell gelaufen und haben jeden Check auch zu Ende gefahren. Es war sehr viel Härte, aber auch sehr viel Qualität in der Partie. Erding hat unsere Reihe aus dem Spiel genommen, da hat dann aber auch die zweite und dritte Reihe abgeliefert. Die haben ein tolles Spiel gemacht und zusammen mit dem überragenden Stefan Vajs die Partie für uns entschieden. Erding hatte viel mehr Chancen, da hatten wir auch das Glück auf unserer Seite. Wir haben uns ab und zu selbst das Leben schwer gemacht und spielten dann zu spekulativ nach vorne. Die Strafzeit gegen Petzold war ein kritischer Moment, die Mannschaft hat das aber sehr gut weggesteckt und zusammengehalten. Alle haben sich aufgeopfert und reingeworfen für den Sieg, über 60 Minuten waren wir einfach die effektivere Mannschaft. Die Jungs haben morgen ein optionales Training, am Freitag geht es dann gleich weiter mit dem nächsten Gegner.“

 

Tore: 1:0 Baur (Beslic, Prokopovics) (16.), 2:0 Häckelsmiller (Tausend, Baur) (22.), 3:0 Szwez (Beslic, Becher) (30.), 4:0 Szwez (Prokopovics, Beslic) (39.), 4:1 Modlmayr (Franz) (52.), 5:1 Sternheimer (Bullnheimer, Prokopovics) (54.), 6:1 Veisert (Prokopovics. Tausend) (57.)

 

Strafminuten:  EHC Königsbrunn 37 (SD Petzold)   TSV Erding 14    

Zuschauer: 633