In einem mitreißenden Playoff-Spiel setzte sich der EHC Königsbrunn mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die “Gladiators” des TSV Erding durch. Damit führen die Brunnenstädter in der Finalserie erstmals mit 3:2 Siegen und können am Freitag den Meistertitel verteidigen.
Früher Druck der Gladiators, aber keine Tore
Die Gastgeber aus Erding begannen druckvoll und setzten die Königsbrunner Abwehr früh unter Druck. Bereits in der zweiten Spielminute drohte ein Eigentor der Gäste, doch Torhüter Stefan Vajs reagierte blitzschnell. Die Gladiators suchten aus allen Lagen den Abschluss, während Königsbrunn nur vereinzelt zu Chancen kam. In der 13. Spielminute bot sich Peter Brückner die beste Gelegenheit für den EHC, doch Erdings Goalie Meder parierte stark. Kurz vor der Pause hätte Lion Stange fast einen Konter erfolgreich abgeschlossen, doch es blieb beim torlosen 0:0 nach dem ersten Drittel.
Augsburger Panther | Markus Keller beendet Karriere und beerbt Clublegende Duanne Moeser
Erding geht in Führung – EHC Königsbrunn kämpft sich zurück
Auch nach der ersten Pause blieben die Gastgeber am Drücker. In der 22. Minute vergab Max Forster freistehend vor dem Tor, doch nur zwei Minuten später gelang Cheyne Matheson nach einem Alleingang die verdiente 1:0-Führung für Erding. Die Gäste ließen sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erarbeiteten sich mehrere gute Chancen – unter anderem durch Luca Kinzel und eine Großmöglichkeit in der 35. Minute. Doch der Puck wollte nicht ins Netz, und so blieb es nach 40 Minuten beim knappen Rückstand für den EHC.

Der späte Ausgleich bringt die Entscheidung ins Penaltyschießen
Königsbrunn musste im Schlussdrittel mehr riskieren und setzte die Gladiators stärker unter Druck. Das eröffnete Erding Räume, doch der Pfosten rettete die Gäste in der 45. Minute vor einem zweiten Gegentreffer. Eine Minute später fiel dann der verdiente Ausgleich: Tim Bullnheimer verwandelte nach Vorlage von Hayden Trupp und brachte die mitgereisten Fans zum Jubeln. In der Schlussphase erarbeiteten sich beide Teams zwar noch Möglichkeiten, doch es blieb beim 1:1 nach 60 Minuten – die Entscheidung musste in der Overtime fallen.
Entscheidung durch Prokopovics im Penaltyschießen
In der zehnminütigen Verlängerung lieferten sich beide Teams weiter einen intensiven Schlagabtausch, doch kein Team konnte den entscheidenden Treffer erzielen. Im Penaltyschießen standen schließlich alle Königsbrunner Spieler eingehakt an der Bande und feuerten ihre Schützen an. Nachdem die ersten drei Schützen beider Teams nicht trafen, war es schließlich Toms Prokopovics, der als Einziger verwandelte und seinem Team den umjubelten Sieg sicherte.

Showdown am Freitag
Nach diesem nervenaufreibenden Duell kann der EHC Königsbrunn am Freitag mit einem weiteren Sieg die Meisterschaft perfekt machen. Doch nach dem intensiven Spiel in Erding ist klar: Auch das nächste Aufeinandertreffen wird eine hart umkämpfte Partie. Beide Teams haben nun zwei Tage Zeit zur Regeneration, bevor es erneut um alles geht.


