Mit einem 4:2-Auswärtssieg gegen die Peißenberg Miners entschied der EHC Königsbrunn die Best-of-Seven-Serie für sich und zog verdient ins Halbfinale der Playoffs ein. In einer umkämpften Partie legten die Brunnenstädter den Grundstein bereits in den ersten Minuten.
Kaum war das Spiel angepfiffen, schlug Königsbrunn eiskalt zu: Nur elf Sekunden waren gespielt, als Peißenbergs Torhüter Korbinian Sertl patzte und Anton Egle das Geschenk zum 1:0 verwertete. Der EHC setzte nach und hätte durch Hayden Trupp beinahe nachgelegt, doch diesmal blieb Sertl wachsam. Die Gastgeber kamen durch Ryan Murphy zu ihrer ersten guten Gelegenheit, doch der Ausgleich wollte nicht fallen.
Die Brunnenstädter blieben das aktivere Team und bauten ihre Führung in der 15. Spielminute weiter aus: Lion Stange nutzte einen Abpraller zum 2:0. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag für Peißenberg – in Überzahl netzte Marco Sternheimer mit einem platzierten Schuss zum 3:0 ein. Mit dieser hochverdienten Führung ging es in die erste Pause.
Peißenberg kämpft sich zurück
Nach dem Seitenwechsel wurden die Miners deutlich aggressiver und drängten auf den Anschluss. Königsbrunn kassierte eine Strafe und verlor kurz nach Ablauf der Unterzahl die Ordnung in der Defensive – Peißenberg machte Druck vor dem Tor von Stefan Vajs und hatte das Glück auf seiner Seite, als die Scheibe irgendwie im Netz landete.
Der Treffer beflügelte die Gastgeber, die nun mit mehr Energie spielten. Königsbrunn ließ sich aber nicht beirren und kam seinerseits zu Chancen, besonders in Unterzahl. Allerdings häuften sich einige Fehlpässe in der eigenen Zone, doch Peißenberg konnte daraus keinen Profit schlagen. Trotz fünf Unterzahlsituationen verteidigte der EHC clever und nahm die 3:1-Führung mit in die zweite Pause.
Miners erhöhen das Risiko – EHC bleibt cool
Im Schlussabschnitt mussten die Miners volles Risiko gehen, schließlich sind zwei Tore im Eishockey schnell aufgeholt. Die Erinnerung an das letztjährige Finale kam auf, als Königsbrunn einen 2:6-Rückstand gegen Peißenberg noch drehen konnte. Doch diesmal blieb der EHC stabil: Anton Egle hatte das 4:1 auf dem Schläger, scheiterte aber knapp.

Die Gäste verteidigten auch in Unterzahl souverän und lauerten auf Konterchancen. Die Uhr lief gegen Peißenberg, doch Königsbrunn spielte in der Schlussphase plötzlich zu offensiv. Nach einem unnötigen Scheibenverlust verkürzte Marius Klein auf 3:2 – plötzlich war die Spannung zurück.
Peißenbergs Trainer Andreas Becher zog seinen Torhüter, um mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen. Doch ein erneuter Scheibenverlust besiegelte das Schicksal der Gastgeber: Marco Sternheimer traf ins leere Tor zum 4:2 und machte den Einzug ins Halbfinale perfekt.
Halbfinalgegner noch offen
Mit diesem Erfolg bleibt der EHC Königsbrunn weiter im Titelrennen. Der nächste Gegner steht noch nicht fest – Landsberg oder Ulm sind mögliche Kontrahenten. Die Entscheidung fällt im finalen Spiel zwischen Erding und Landsberg am Sonntag.


