Explosionen in Nürnberg | Mann manipuliert Gasleitung in Gebäude – mehrere Schwerverletzte

In Nürnberg in der Wiesenstraße kam es am Samstagnachmittag (27.03.2021) zu Gasexplosionen. Die Hintergründe sind noch absolut unklar. Nach ersten Informationen gibt es mehrere Schwerverletzte.

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Foto: vifogra

Ein tragisches Unglück hat sich am Samstagnachmittag (27.03.2021) in Nürnberg ereignet. Gegen 16:15 Uhr kündigte ein Mann seinem Bekannten einen Suizid per WhatsApp an – er hätte das Gas in der Wohnung aufgedreht. Daraufhin fuhr eine Streifenwagenbesatzung zur Wohnung des Mannes in der Wiesenstraße. In diesem Moment gab es einen lauten Knall. Der Bewohner schleuderte durch die Wucht der Explosion auf die Straße und blieb dort mit schweren Verletzungen liegen. Sowohl der Beamte vor der Wohnungstüre, wie auch zwei Hausbewohner erleiden leichte Verletzungen.

Sofort eilte ein Großaufgebot an Einsatzkräften an den Ort des Geschehens. Dort angekommen bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Ein Schwerverletzter auf der Straße, zerstörte Fenster im ersten Obergeschoss des Hauses, beschädigte Fahrzeuge auf der Straße und Beschädigungen an den gegenüberliegenden Gebäuden. Sofort begannen die Retter mit der Versorgung der Verletzten und bringen sie dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Polizeikräfte sperrten das Gebiet weiträumig ab – es war noch unklar, ob noch Gas ausströmt.

Nachbarn berichteten von einem Grollen, wie bei einem Felssturz. „Es hat alles gewackelt, das ganze Haus hat gewackelt“, so beschreiben es die Anwohner auf Nachfrage. Zum Zeitpunkt des Unglücks saßen sie im Wohnzimmer. Bis sie am Fenster waren um nach zu schauen, was passiert ist, kamen die ersten Kräfte schon an.

Normalerweise berichten wir nicht über Selbstmorde. Dies gibt der Pressekodex vor. Ausnahmen sind zu rechtfertigen, wenn es sich um Vorfälle der Zeitgeschichte oder von erhöhtem öffentlichen Interesse handelt. Zudem meiden wir Berichte über Selbsttötungen, da hierdurch die Nachahmerquote steigen könnte. Sollten Sie von Selbstmordgedanken betroffen sein, so wenden Sie sich bitte an professionelle Helfer. Diese finden Sie jederzeit bei der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.