) Ein ganz hartes Stück Arbeit hatten die Buchloer Piraten am frühen Sonntagabend zu verrichten, um den zweiten Heimerfolg der noch jungen Landesligasaison feiern zu können. Denn in einem sehr zerfahrenen und eher niveauarmen Spiel mühten sich die Hausherren bis ins Schlussdrittel, ehe man dort mit drei Powerplaytoren einen 0:1 Rückstand gegen den EV Fürstenfeldbruck doch noch in einen 3:1 (0:0, 0:1, 3:0) Erfolg drehte und so die nächsten drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.

03-Simon-Beslic Ein ganz hartes Stück Arbeit - Drei späte Überzahltore bringen Buchloe den Sieg mehr Eishockey Ostallgäu Sport ESV Buchloe Pirates EV Fürstenfeldbruck | Presse Augsburg
Simon Beslic trug maßgeblich zum Sieg bei

Ähnlich wie im Vorbereitungsspiel vor genau vier Wochen, das übrigens auch mit 3:1 für die Freibeuter endete, bekamen die etwa 200 Zuschauer ein enges und sehr umkämpftes Spiel zu sehen. Und so gab es im Startdrittel auch kaum eine nennenswerte Aktion zu verzeichnen, da keine der beiden Kontrahenten wirkliche Ruhe und Passgenauigkeit ins eigene Spiel brachte. Während die Gäste anfangs durch zwei Überzahlspiele noch etwas aktiver waren, kamen auch die Hausherren anschließend mit einem Mann mehr auf dem Eis zu den ersten Torabschlüssen. Doch wirklich knifflig wurde es für die zwei Torhüter, Michael Bernthaler auf Buchloer und Valentin Mohr auf Fürstenfeldbrucker Seite, selten. Fast schon folgerichtig ging es somit torlos in die erste Pause.

Aus der kamen die Buchloer zwar anfangs ein wenig engagierter, doch wirklich gefährlicher wurde es auch weiterhin nicht. Zu selten kamen die Piraten, bei denen Neuzugang Robert Wittmann sein Debüt feierte, einmal geordnet ins gegnerische Drittel. Wenigstens stand im Vergleich zum letzten Wochenende aber immerhin dieses Mal die ESV-Defensive sicher, zumindest bis zur 32. Minute. Dort nutzten die Gäste durch Lorenz Dichtl einen Abpraller zum 0:1 und das gerade als die Piraten nach einer harten 2+10 Minutenstrafe gegen Alexander Krafczyk wieder komplett waren. Fortan liefen die Rot-Weißen also einem Rückstand hinterher und konnten diesen bis zur erneuten Pause nach 40 Minuten auch nicht wieder egalisieren.

Drei Treffer in Überzahl binnen viereinhalb Minuten drehten die zähe Partie aber dann doch noch zu Gunsten der geduldigen Piraten. Nach genau 47 Minuten staubte zunächst Simon Beslic einen Abpraller von David Strodel zum 1:1 ab, ehe eine Kopie dieser Situation den hart erkämpften Führungstreffer brachte. Wieder hieß der Torschütze Simon Beslic, der auf Zuspiel von David Strodel flach einschob (51.). Und als Marc Weigant mit einem verdeckten Blueliner den bis dahin stark haltenden Gäste-Tormann eine Minute später sogar zum 3:1 überwand, schienen die mühsamen vorangegangenen rund 50 Minuten fast schon vergessen. Denn mit drei Überzahltoren ließen die Buchloer ihre individuelle Klasse – wie beide Trainer auf der Pressekonferenz anschließend meinten – spät, aber nicht zu spät aufblitzen und zogen somit kurz vor Schluss doch noch den Kopf aus der Schlinge. Und mit dem furiosen Endspurt verhinderte man nicht nur die zweite Saisonniederlage, sondern verbuchte auch gleichzeitig die nächsten drei Zähler auf dem eigenen Punktekonto, das aktuell mit sechs Zählern Platz drei in der aber noch nicht wirklich aussagekräftigen Tabelle bedeutet.