Ein hartes Stück Arbeit | Augsburger Panther mit wichtigem Heimerfolg gegen Krefeld

Für die Augsburger Panther ging es im dritten Spiel in der „Woche der Wahrheit“ gegen Krefeld um einen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Nach einem harten Stück Arbeit gelang dem AEV mit einem 7:4-Erfolg ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

20220316 Aev Krefeld2
Trevelyan war mit zwei Toren an Heimsieg beteiligt | Foto: Wolfgang Czech

In der „Woche der Wahrheit“ ging es für die Augsburger Panther am Freitagabend gegen Krefeld darum, wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt zu erzielen. Diese Mission hatte aber auch der Tabellenletzte. „Über Augsburg zum Ziel“, so die Aufforderung des mitgereisten Anhangs vor dem Spiel. Beide Teams hatten also das gleiche Ziel, den direkteren Pfad erwischte dabei der AEV.

41 Sekunden waren gespielt, da lag die Scheibe erstmals im Gästetor. Puempel hatte die Führung für die Hausherren erzielt, die sich danach auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich von Berlev unbeeindruckt zeigten. Besonders Trevelyan stellte einmal mehr unter Beweis, dass er auch in seinem 11. Jahr in Schwaben von immenser Bedeutung ist. Mit einem verwerteten Abpraller und einem Abfälscher im Powerplay brachte der „Treue TJ“ Augsburg zu einer Zwei-Tore-Führung nach zwanzig durchwachsenen Minuten, auch Krefeld hatte seine Gelegenheiten gehabt.

20220316 Aev Krefeld31
Trevelyan feiert | Foto: Wolfgang Czech

Es war noch ein weiter Weg

Mehr als ein Zwischenstopp war dieser Pausenstand aber nicht, dies wusste auch der KEV, der aggressiv und zielstrebig aus der Pause zurückkam. Diese Druckphase konnten die Rheinländer nutzen. Nachdem Lessio die Scheibe von hinter dem Tor in den gefährlichen Bereich gebracht hatte, konnte Bracco so den Anschluss wieder herstellen (24.). Weil Augsburg im Mitteldrittel über weite Strecken kaum Zugriff bekam, kam es, wie es zu befürchten war. Gläßl konnte zur Spielmitte, durch einen von Augsburgs Bergman unhaltbar abgefälschten Schuss, den verdienten Ausgleich erzielen. Krefeld gelang es, die Augsburger zu bremsen, aber nicht zu stoppen. Mit dem ersten wirklich gefährlichen Versuch im im zweiten Abschnitt konnte Puempel das 4:3 erzielen und seiner Mannschaft so zur richtigen Zeit neue Power verleiehen. Diesen Anschub hatte es wohl gebraucht, denn wenig später konnten McClure und Lamb mit einem Doppelschlag innerhalb von 45 Sekunden (35. + 36.) wieder die richtige Route einschlagen.

Zittern im Curt-Frenzel-Stadion

Am Ziel war man dadurch allerdings noch lange nicht. In dieser Woche hatten die Augsburger bei zwei Spielen bereits Kräfte gelassen, diese merkte man ihnen mit fortlaufender Spielzeit immer deutlicher an. Man fand nun nur noch selten ein Rezept gegen das Schlusslicht vom Rhein, in den wenigen eigenen Phasen leistete man sich zudem gravierende Fehler. Die Pinguine konnten daraus Kapital schlagen. Nach einem katastrophalen AEV-Pass im Angriffsdrittel konnte ein Lessio-Konter von Rogl nur regelwidrig gestoppt werden. Bracco nützte den Penalty und für den Augsburger Anhang hieß es wieder zittern. Gut vier Minuten vor der Schlusssirene sorgte Payerl aber mit einer feinen Einzelleistung für die Entscheidung und für große Erleichterung in rot-grün-weiß. Der Erfolg über den KEV war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt und erhält dem AEV die Chancen auf eine Teilnahme an den Pre-Playoffs. Auf diesem Weg soll es bereits am Sonntag weitergehen, wenn Bietigheim zu Gast im Schleifgraben ist (16:30 Uhr).

Volles Haus für die Augsburger Panther? – 100% Auslastung des Curt-Frenzel-Stadions genehmigt

AEV: Roy, Keller – Lamb, Haase, Gregorc, Rogl, Bergman, Graham, Länger – Payerl, Mag. Eisenmenger, LeBlanc, Trevelyan, Max Eisenmenger, Clarke, Miller, Puempel, Saponari, Campbell, Nehring, McClure

Tore: 1:0 Puempel (Gregorc) 1., 1:1 Berlev (Lessio/Gläßl) 5., 2:1 Trevelyan (Payerl/Gregorc) 9., 3:1 Trevelyan (McClure/Gregorc) 11., 3:2 Bracco (Lessio) 24., 3:3 Lessio (Gläßl/Lucenius) 30., 4:3 Puempel (Payerl/Haase) 33., 5:3 McClure (Gregorc/LeBlanc) 35., 6:3 Lamb 36., 6:4 Bracco (48./Penalty), 7:4 Payerl (Puempel/Bergman) 56.

Schiedsrichter: Hoppe, Rantala| Klima, Schwenk Strafzeiten: Augsburg 2  – Krefeld 4

Zuschauer: 4197