Der Auftrag eine Schauspielmusik zu Goethes „Egmont“ zu komponieren, entsprach so sehr dem Geschmack Beethovens, dass er demonstrativ auf ein Honorar verzichtete, fühlte er sich doch dem Sujet der hier thematisierten Freiheitsliebe wesensverwandt. Eine starke geistige Verbindung zu Beethoven zeichnet das Schaffen des 1905 in München geborenen Karl Amadeus Hartmann aus, wurde ihm doch gleichfalls die Sinfonie zum Inbegriff humanistischer Inhalte. Bitter und zynisch geht es dagegen in Kurt Weills „Kleiner Dreigroschenmusik“ zu: Mackie Messers „Moritat“ oder der „Kanonen-Song“ der Seeräuberjenny lassen im Hörer sogleich die Ereignisse im Londoner Stadtteil Soho lebendig werden.

2014-07-20-Cathrin-Lange-–-4 Ein "Schauspiel für die Ohren" verwöhnt nicht nur Brechtfreunde Kunst & Kultur News Augsburger Philharmoniker Brechtfestival Augsburg Cathrin Lange | Presse Augsburg
Cathrin Lange ist bei „Schauspiel für die Ohren“ zu hören| Foto: Wolfgang Czech

Programm:

Kurt Weill (1900-1950): Kleine Dreigroschenmusik
Karl Amadeus Hartmann (1905-1963): Sinfonica tragica
Ludwig van Beethoven (1770-1827) : Schauspielmusik zu Goethes „Egmont“ op.84 (1810)

Mit:
Sebastian Koch, Sprecher
Cathrin Lange, Sopran
Augsburger Philharmoniker
Lancelot Fuhry, Dirigent

Schauspiel für die Ohren
5. Sinfoniekonzert
9. und 10. Februar 2015
20.00 Uhr
Kongress am Park
im Rahmen des Brechtfestivals 2015

19.10 Uhr – Blick in die musikalische Werkstatt

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