Ein Schrittchen weiter Richtung Klassenerhalt – FC Augsburg mit torlosem Remis gegen Paderborn

Der FC Augsburg wollte heute mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Paderborn einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Nach einem 0:0-Unentschieden wurde es am Ende mehr ein Schrittchen.

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Felix Uduokhai (FC Augsburg #19) setzt sich durch gegen Streli Mamba (SC Paderborn) | Foto: Klaus Rainer Krieger

In seinem 300. Bundesligaspiel wollte der FC Augsburg einen großen Schritt in Richtung eines zehnten Jahres in der ersten Liga gehen. Nach dem Sieg bei Schalke musste man dafür gegen das Schlusslicht Paderborn nachlegen. Herrlich brachte für diese Aufgabe Kapitän Baier für Gruezo zurück in die Startelf.

Nach einer ersten Freistoßchance durch Löwen (6.) und druckvollen Anfangsminuten kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Augsburg hatte zwar insgesamt mehr vom Spiel, die besseren Gelegenheiten hatte aber der mutige Aufsteiger aus Ostwestfalen. Bei einem Distanzschuss von Holtmann musste sich FCA-Schlussmann Luthe ganz lang machen, um sein Team vor dem Rückstand zu bewahren (22.). Und auch sonst war der Keeper immer wieder gefordert. Lautstark forderte er Emotionen von seinen Vorderleuten ein. Insgesamt war der Tabellenzwölfte im ersten Durchgang zwar deutlich häufiger am Ball, tat sich aber richtig schwer. Paderborn witterte hier die Möglichkeit auf einen Sieg, den sie für die Chance auf den Klassenerhalt auch benötigten. Die besseren Chancen auf die Führung hatten die Mannschaft von Steffen Baumgart. Zur Pause konnte der FCA deshalb wohl mit dem torlosen Unentschieden zufrieden sein.

Starker Luthe hält Augsburg im Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel erging es den Augsburgern wie Schalke am Sonntag. Man tat sich mit dem Spielaufbau schwer, von der von Herrlich geforderten Dominanz war nur selten etwas zu sehen. Wenn etwas ging, dann zumeist über die Außenbahnen. In der 54. Spielminute etwa, als Niederlechner sich den Ball schnappte und nach einem zwanzig Meter Sprint scharf in die Mitte brachte. Vargas verpasste nur knapp. Es war nicht die einzige Aktion des quirligen Schweizers, der hier zu Beginn der 2.Halbzeit etwas bewegen wollte. Große Gefahr strahlte aber auch er nicht aus. Ganz anders sah dies auf der anderen Seite des Spielfeldes aus. Holtmann mit einem Pfostenschuss (61.) und der eingewechselte Michel im Duell gegen Luthe (70.) waren einem Torerfolg am nähesten gekommen.

Keine Tore im „Geisterstadion“

Das 0:1 wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen. Bei Augsburg ging nur wenig zusammen. Herrlich war mit dieser Leistung so nicht einverstanden und brachte mit zwei Doppelwechseln frische Kräfte in die Partie. Wirklich mehr vom Spiel hatte sein Team auch danach nicht. Erst kurz vor dem Ende hatte Joker Bazee noch die eine große Chance. Er scheiterte aber ebenso an Zingerle. Weil aber auch Paderborn der eine entscheidende Treffer nicht gelingen wollte, trennte man sich hier torlos 0:0. Für beide Clubs gab es am Ende einen Punkt, der dem FCA wohl in der Saisonendabrechnung mehr bringen könnte, als Paderborn. Der erhoffte große Schritt war es allerdings nicht geworden, eher ein Schrittchen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist nach dem Sieg der Düsseldorfer Fortuna gegen Schalke allerdings auf vier Zähler zusammengeschmolzen. „Wir waren nicht sauber genug, nicht zwingend. Wir haben aber wieder zu Null gespielt. Wir nehmen jeden Punkt mit.“, so Kapitän Daniel Baier nach dem auch für ihn persönlich 300. Bundesligaspiel.

FC Augsburg: Luthe – Framberger , Jedvaj (74.Gouweleeuw) , Uduokhai , Max (81.Lichtsteiner)- Khedira , Baier (67.Gruezo), Richter (67. Bazee) , Löwen (74. Cordova) , Vargas – Niederlechner

SC Paderborn: Zingerle – Jans , Hünemeier , Schonlau , Collins – Gjasula (79. Sabiri) , Vasiliadis (87.Ritter), Antwi-Adjei , Holtmann (62.Pröger) – Mamba (62. Michel) , Srbeny

Tore: FEHLANZEIGE

Gelbe Karten: Gouweleeuw | Gjasula

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: es waren keine Zuschauer zugelassen, „Geisterspiel“