1000 Jahre sind ein gewaltiger Zeitraum, der zwischen der Gründung der Augsburger Moritzkirche durch Bischof Brun im Jahr 1019 und der Gegenwart liegt. Beim Festgottesdienst aus Anlass dieses Jubiläums erinnerte Bischof Dr. Konrad Zdarsa gestern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Innenstadtkirche an die wechselvolle Geschichte des Kirchengebäudes, das mehrfach wieder aufgebaut worden ist.1000-Jahre-Moritzkirche_Festgottesdienst-mit-Bischof-Konrad-Foto-Nicolas-Schnall_pba-07 Ein Symbol Augsburger Geschichte - 1000 Jahre Moritzkirche Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Augsburg Bischof Dr. Konrad Zdarsa Kurt Gribl Moritzkirche St. Moritz | Presse Augsburg

Die Feier des 1000-jährigen Gründungsjubiläums sei weit mehr als die Jubiläumsfeier eines beeindruckenden schönen steinernen Baus. „Diese Tausendjahrfeier der Gründung von St. Moritz dürfe nicht nur eine Feier freudiger Erinnerung, sondern muss im Tiefsten eine Feier der Vergegenwärtigung der göttlichen Liebe sein, die wir durch die lebendige Begegnung mit unserem Herrn Jesus Christus in seiner Kirche, in seinem Wort und Sakrament dankbar erfahren“, betonte Bischof Konrad.

Daher ermutigte der Bischof die Festgemeinde, sich stets auch öffentlich zu Christus zu bekennen. Denn das Bekenntnis zu dem, der selbst die Liebe ist, das Bekenntnis zum Herrn dürfe niemals verschwiegen werden, dürfe auch nicht einfach so als bekannt vorausgesetzt werden. „Der Name unseres Herrn Jesus Christus muss vor den Menschen unserer Zeit ausgesprochen und bezeugt werden“, so der Bischof. Er gab zu bedenken, dass das Evangelium immer an einen jeden von uns gerichtet sei. „Die Aufforderung des Herrn zur Nachfolge ist in jedem Falle auf eine lebendige Zeugenschaft ausgerichtet.“ In diesem Zusammenhang sei es überlegenswert, unsere Gottesdienstzeiten an die Lebenswirklichkeit der Menschen anzugleichen statt die Moral und Lehre der Kirche.