Drei Tage nach dem ersten Testspiel gegen Straubing folgte heute das Aufeinandertreffen mit dem ERC Ingolstadt. Die Augsburger Panther konnten das zweite Vorbereitungsspiel für sich entscheiden. Entscheidend waren eine starke Torhüterleistung und ein Treffer im Schlussdrittel.

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Scott Valentine durfte sich als Torschütze feiner lassen | Foto: Czech

Vor neun Monaten hätte es dieses Duell eigentlich in der ersten Playoff-Runde geben sollen. Augsburg gegen Ingolstadt, eines dieser Derbys in der DEL, die ihren Reiz nicht verlieren. Corona hatte aber etwas dagegen. Die Saison wurde abgebrochen, bevor es zu diesem Aufeinandertreffen kommen konnte. Heute gastierte der ERCI dann doch im Curt-Frenzel-Stadion. Die Augsburger Panther erwarteten die Oberbayern zu ihrem zweiten Vorbereitungsspiel auf den sehr späten Saisonstart.

Nach der Niederlage im Penaltyschießen unter der Woche gegen Straubing zeigte sich die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie heute schon deutlich weiter. Der AEV hatte die Trainingsmöglichkeiten offensichtlich nützen können.

Die Torhüter waren top

Nach einem ordentlichen, aber torlosen Startdrittel kamen beide Teams nach dem ersten Seitenwechsel besser ins Spiel und zu einigen Gelegenheiten. Beiden Mannschaften hatten allerdings mit Roy (AEV) und Garteig (ERCI) ihre besten Männer zwischen den Pfosten stehen, die mit viel Können immer wieder brenzlige Situationen entschärfen konnten. Das 0:0 hatte deshalb auch nach 40 Minuten noch Bestand.

An diesem Spielstand wollten beide Mannschaften noch in der regulären Spielzeit etwas ändern. Es ging im Schlussdrittel nochmals intensiver zur Sache, beide Teams wollten hier nicht als Verlierer vom Eis gehen. Das am Ende Augsburg jubeln durfte, war neben der großartigen Torhüterleistung Scott Valentine zu verdanken. Von der blauen Linie aus brachte er den Puck direkt auf das Tor, vorbei an Freund und Feind segelte die Scheibe in das Tor. Garteig hatte sie nicht kommen sehen (48.). Fünf Minuten später hatte der Verteidiger die Chance zur Entscheidung auf der Kelle, doch wieder einmal war der Ingolstädter Schlussman auch die Endstation.Es blieb bis zum Ende spannend, Augsburg hatte bei einem Stangenschuss wenige Minuten vor der Schlusssirene dann noch das nötige Glück auf seiner Seite. Auch nach 60 Minuten hatte derknappsten aller Siege deshalb Bestand. Den Augsburger Panthern wird es egal sein. Der erste Sieg in der Preseason war perfekt. So kann es weitergehen. Vielleicht ja schon am Sonntag, wenn man in Ingolstadt erneut aufeinandertrifft. Auch diese Partie wird dann erneut auf dem Streamingdienst Sprade.tv gezeigt werden.