Eindrucksvoller Mesch-Einstand – TSV Friedberg lässt Erlangen-Bruck keine Chance

Mit dem 33:26 (16:12) Heimsieg gegen Erlangen-Bruck läuteten die Friedberger Handballer eindrucksvoll das letzte Saisondrittel ein. Das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Udo Mesch sah eine kampfstarke Mannschaft, die dem ersatzgeschwächten Gegner keine Chance ließ.

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Archivbild: Oliver Riesenberger

Am Sonntag gab es ein Wiedersehen mit Claudio Schneck, zu Drittligazeiten der Kreisläufer beim TSV. Mit der neu formierten offensiven 5-1-Deckung, in welcher der wieder genesene Stefan Tischinger die Rolle als Vorgezogener ausgezeichnet spielte, hatten die Gäste aber von Beginn an große Probleme. Tischinger setzte die Angreifer regelmäßig gekonnt unter Druck und fing bereits früh einige Bälle ab. Trotz des Fehlens von Stefan Knittl und Karlo Tomic, den auch im Tempospiel starken Außen, liefen nach den Ballgewinnen die Konter.

Nach zwölf Minuten hielt Benjamin von Petersdorff einen Erlanger Siebenmeter, den Gegenstoß verwandelte der sehr effiziente Luca Kaulitz zum 7:4. Nach demselben Muster fiel kurz darauf auch das 8:4, Gästetrainer Nixdorf nahm die Auszeit.

Dies brachte die Herzogstädter, die bis dahin beinahe mühelos ihre Tore gemacht hatten und dank der starken Abwehr klar besser waren, etwas aus dem Rhythmus. Sah es bis zur kurzen Unterbrechung so aus, als würde Friedberg jetzt sich weiter absetzen, so war der Vortrag der Herzogstädter danach gehemmt und nicht mehr so konzentriert. Defensiv passte es zwar weiterhin, aber die Fehlwürfe häuften sich bis zur Pause. Das 16:12 nach 30 Minuten war darum paradoxerweise beinahe zu wenig angesichts des Spielverlaufs und der Chancenverteilung.  

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Doch davon ließ sich eine kampfstarke Friedberger Mannschaft nicht beeindrucken. Wieder musste der Gästetrainer schon früh seine Auszeit nehmen, denn Erlangen agierte weiterhin mit zahlreichen technischen Fehlern und hatte vorne den gewohnt starken Fabian Abstreiter und den immer besser in Form kommenden Manuel Scholz nie im Griff. Auch eine Abwehrumstellung, nach der Erlangen den beiden torgefährlichen Friedberger Rückraumspielern Bewacher auf die Füße stellte, half nicht.

Friedberg spielte keinesfalls fehlerfrei. Aber während Erlangen oft so wirkte, als wäre die Mannschaft nicht ganz bei der Sache und zahlreiche leichte Fehler machte, kämpften die Gastgeber von Beginn an und arbeiteten viel. Vor allem die sehr gute 5-1-Abwehr half dabei enorm.

Nach dem 23:17 Mitte des zweiten Durchgangs kassierte der TSV zwar in kurzer Zeit gleich drei Zeitstrafen. Doch trotz dieser Drei gegen Sechs-Unterzahl schafften es die Friedberger, den Schaden zu begrenzen, Timo Riesenberger machte sogar einen Treffer nach schönem Pass von Scholz.

Nach dem 24:20 zog Friedberg so wieder auf 27:21 weg, jetzt ergab sich der Gegner nahezu. Darum holten die Friedberger mit ihrem neuen Trainer Udo Mesch in dessen ersten Spiel gleich zwei wichtige Punkte.

Nach dem 33:26 (16:12) Erfolg hatte der Coach Folgendes zu sagen: „Schön, dass wir mit einem Sieg aus der Pause kamen, das ist gut für unsere Fans und die Tabelle. Die Mannschaft hat stark verteidigt und von Beginn an gekämpft, dafür ein großes Lob. Dank der durchgehend einsatzfreudigen Leistung haben wir zwei sehr wichtige Punkte holen können.“

TSV: Dorsch; v. Petersdorff; Altenweger; Okyere; Porterfield; Bernhard; Kaulitz (8); Wiesner; Müller (2); Riesenberger (3/1); Tischinger (5); Abstreiter (4/1); Scholz (9); Prechtl (2).

Domenico Giannino