„Eine Linie wurde überschritten“ | OB erwartet nach Störung des Augsburger Stadtrats die passende Antwort

Am vergangenen Donnerstag hatten sieben schwarz gekleidete Jugendliche die Sitzung des Augsburger Stadtrats gestört. Sie übergaben dem Oberbürgermeister einen Sarg, der das Beerdigen der Menschenwürde darstellen sollte. OB Dr. Gribl äußert sich in einem Statement gegenüber Presse Augsburg zu dem Zwischenfall.

DSC_7292 "Eine Linie wurde überschritten" | OB erwartet nach Störung des Augsburger Stadtrats die passende Antwort Augsburg Stadt News Newsletter Politik Augsburg Dr. Kurt Gribl Sarg Stadtrat Zwischenfall | Presse Augsburg
OB Dr Gribl sieht eine Häufung von Zwischenfällen

 

Bei der letzten Sitzung des Augsburger Stadtrats wurde es kurzzeitig unruhig. Eine Gruppe von sieben schwarz gekleidete Jugendlichen hatte einen Sarg in den Oberen Fletz gebracht und zu Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl getragen. Der Aktion wurde nach etwa fünf Minuten ein Ende gesetzt. Der Sarg wurde im Oberen Fletz zurückgelassen. Ob und in wie die jungen Leute Konsequenzen für die Störung der Sitzung zu erwarten haben ist noch nicht bekannt (wir berichteten).

In einem Statement äußerte sich Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl nun gegenüber Presse Augsburg zu der Aktion und möglichen Konsequenzen „Ich werde zunächst den Ältestenrat mit dem Vorfall und den daraus zu ziehenden Konsequenzen befassen. Der Stadtrat ist der Souverän der Stadt und die Störung ist dort erfolgt. Daher wünsche ich mir vom Ältestenrat eine Empfehlung. Aus meiner persönlichen Sicht ist hier zum wiederholten Male eine Linie überschritten worden.

Es ist ein Trend zur erkennen, dass der Respekt vor den Institutionen und gewählten Repräsentanten nachlässt: Drohbriefe an das Bayerische Rote Kreuz, weil Ankerzentren versorgt werden. Eier- und Tomatenwerfer gegen mich bei der Kundgebung anlässlich des AfD-Parteitages in Augsburg, wo es eigentlich darum ging, gegen Rassismus und für die Demokratie zusammen zu stehen. Die Intervention beim Friedensfest. Und jetzt die Sargträger im Stadtrat. Das ist keine gute Entwicklung, und ich hoffe der Stadtrat und auch Vertreter anderer Institutionen finden dafür die passenden Worte.“