Einfach eine Nummer zu groß für den FV Illertissen war am Samstag Gegner Spvgg Unterhaching und so setzte es schließlich eine 0:4(0:1) Niederlage.

Haching Fvi A
Sandro Wagner und die Hachinger Fans hatten Grund zur Freude

Allerdings fiel die ein, zwei Tore zu hoch aus, denn fast über die gesamte erste Halbzeit waren die Illertisser ein absolut gleichwertiger Gegner. Gastgeber und Top Meisterschaftsfavorit Unterhaching tat sich sehr schwer, hatte nahezu keine Torchancen. Wäre da nicht die 39. Minute gewesen, als Nachwuchstalent Boipelo Mashigo mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze aus in den Winkel zum 1:0 traf. Ein Treffer der eigentlich aus dem Nichts kam. Der zurückgeeilte Kai Luibrand verhinderte wenig später aber den Doppelschlag, rettete bei dem Kopfball von Florian Schmid auf der Linie. Auf der anderen Seite verhinderte Torhüter René Vollath den zu diesem Zeitpunkt durchaus verdienten Ausgleich, als er den Flachschuss von Yannick Glessing aus dem Eck fischte(45.) Unterhachings Trainer Sandro Wagner hatte nahezu während der ganzen ersten Hälfte seine Mannschaft angetrieben, nach vorn gepeitscht, war sichtlich unzufrieden. Dies wurde nach der Pause dadurch untermauert, dass der Ex-Nationalspieler gleich dreifach wechselte.

Mit Markus Schwabl, Mathias Fetsch und Simon Skarlatidis kamen erfahrene Spieler, die allesamt schon den 30. Geburtstag hinter sich hatten. Diese Wechsel sollten für den weiteren Verlauf entscheidend sein. Denn der Ex-Offenbacher Matthias Fetsch traf schon in der 51. Minute zum 2:0, sein Kopfball aus etwa 14 Metern schien jedoch nicht unhaltbar. Ex-Bundesliga Spieler Sebastian Maier(hannover, Bochum, St. Pauli)hatte geflankt. Auch Illertissens Trainer Marco Konrad probierte es anschließend mit einem Dreifachwechsel, brachte mit Kento Teranuma, Jannik Wannder und Hannes Pöschl drei Offensivkräfte. Die waren kaum auf dem Platz, als Simon Skarlatidis Maß nahm und aus fast 30 Metern zum 3:0 unter die Latte traf(61.) Torjäger Patrick Hobsch kam wenig später(64.) auch zu ‚seinem‘ Treffer, jagte den weiten Ball von Skarlatidis zum 4:0 ins lange Eck. Trotz des deutlichen Rückstandes bemühten sich die Illertisser in der Folge immer wieder nach Kräften, doch weder Kento Teranuma noch Jannik Wanner war in der Schlussphase wenigstens der Ehrentreffer vergonnt.

Hachings Co-Trainer sah den Spielverlauf nach dem Abpfiff ähnlich wie auch später Präsident Manni Schwabl: „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Hälfte haben wir es uns selbst unnötig schwer gemacht. Wir waren nicht konsequent in den Zweikämpfen und auch viel zu hastig im Passspiel. Obwohl wir von Anfang an sehr dominant aufgetreten sind, haben wir nicht den Druck entwickeln können, uns Torchancen herauszuspielen. Anders war die zweite Halbzeit, in der wir richtig angeschoben haben und unsere individuelle Qualität zeigen konnten. Wir sind immer besser ins Spiel gekommen und haben dann Tor für Tor das Spiel auf unsere Seite gezogen.“ Illertissens Co-Trainer Timo Räpple analysierte stellvertretend für Trainer Marco Konrad, der kurz nach dem Spiel zur Spielbeobachtung wegfahren musste:“ „35 Minuten lang haben wir gut Paroli geboten, waren gut in den Zweikämpfen, richtig gallig und damit auch viel besser als noch in der Vorwoche. Nach dem Endergebnis von 0:4 hört sich das sicherlich eigenartig an. Aber der Gegner hat es gerade in der zweiten Hälfte einfach auch besser gemacht, was man anerkennen muss. Durch gutes Lauf- und cleveres Zweikampfverhalten haben die Hachinger hier deshalb verdient gewonnen.“

FV Illertissen:Wagner- Held, Kopf. Herzig, Boyer-Bergmiller(55. Teranuma), Maiolo, Fundel, Glessing(55. Wanner)- Strobel(55. Pöschl), Luibrand(68. Mozler)