Einfache Gegentore besiegeln die Niederlage des FC Augsburg in Leipzig

Der FC Augsburg zeigte in Leipzig eine bemühte Leistung, für Zählbares reichte es aber nicht. Nach teilweise zu einfachen Gegentreffern verloren die Schwaben trotz eines frühen Führungstreffers mit 2:3.

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Foto: Sebastian Pfister

„Wir bekommen zu einfache Tore!“, kritisierte FC Augsburg-Coach Enrico Maaßen seine Mannschaft nach der Heimniederlage gegen Köln am vergangenen Wochenende. Nicht unbeteiligt an diesen Gegentreffer war auch der zu Saisonbeginn so verlässliche Schlussmann Rafal Gikiewicz. Wortkarg und mit einer wegen einer Verletzung getappten Schulter hatte der sonst so selbstbewusste Keeper das Augsburger Stadion verlassen. Heute in Leipzig fehlte er angeschlagen, Koubek kam zu seinem fünften Einsatz in dieser Saison.

Schwache Defensivleistung kostet Führung

Nach einer ersten frühen Rettungstat konnte der Tscheche beobachten, wie seine Kollegen die Schwaben bereits in der 5. Spielminute in Führung brachten. Nach einem Ballverlust von Henrichs im Mittelfeld war es schnell gegangen, die flache Hereingabe von Iago nagelte Maier zum 0:1 in die Maschen. Lange Bestand hatte diese Führung allerdings nicht. Der Tabellenvierte beantwortet den Rückstand nach einem Konter über Werner durch Kampl (10.). Klar defensive Ausrichtung hin (vielleicht zu defensive Aufstellung?), das Fehlen von Berisha und Demirovic her, nach vorne ging beim FCA in der ersten Hälfte nicht mehr wirklich viel zusammen. Rasenballsport konnte die klare Feldhoheit nach einer guten halben Stunde durch einen Doppelschlag von Werner innerhalb von etwa 150 Sekunden in eine hochverdiente Führung drehen. Bei beiden Treffern hatte die Augsburger Hintermannschaft den Nationalstürmer nicht in den Griff bekommen. Nachdem Winkelschlenzer zum 3:1 war für den überforderten Gumny direkt Schluss, der offensivere Jensen wurde noch vor der Pause für ihn eingewechselt.

Augsburg kommt besser ins Spiel

Sollte man nun auf eine umgekehrte Wiederholung des Hinspielresultats (3:3 nach 3:0 Führung des FCA) setzten? Auch nach dem Seitenwechsel sollte Leipzig zunächst das dominante Team bleiben, verlor aber im Verlauf der zweiten Halbzeit seine Souveränität. Nach mehreren Wechseln und einer Korrektur der taktischen Ausrichtung konnten die Gäste das Ganze offener gestalten. Augsburg kam jetzt vermehrt zu Offensivaktionen, der Anschluss durch einen von Vargas verwerteten Abpraller kam allerdings reichlich spät (82.). Den Treffer hatten sie sich verdient, doch sollte es für die bemühten Rot-grün-weißen doch noch für mehr reichen? Weil der eingewechselte Nkunku drei Minuten vor dem Ende den Ball nach einem Konter über das Tor gehoben hatte, blieb es bis zum Ende spannend. Für die tapferen Schwaben sollte es aber nichts Zählbares mehr geben. Wieder einmal hatten man es der anderen Mannschaft zu leicht gemacht, zu Treffern zu kommen.

Dezimiert ins Schwabenderby

FCA-Coach Maaßen dürfte auf nach dieser Partie seine Ansprache aus den Vorwochen wiederholen, da wiegt die zehnte Gelbe Karte von Gouweleeuw besonders schwer. Der Kapitän sorgte zuletzt wenigstens für etwas Stabilität, wird aber nun im Abstiegsduell gegen den schwäbischen Konkurrenten aus Stuttgart (Freitag, 20:30 Uhr) gesperrt fehlen. Sollte es doch

RB Leipzig:  Blaswich – Klostermann, Orban, Gvardiol – Henrichs, Kampl (68. Laimer), Haidara, Raum (85. Halstenberg), Szoboszlai (85. Diallo), . Veiga) Olmo (74. Nkunku)- Werner (85. Silva)

FC Augsburg: Koubek – Gumny (38. Jensen), Bauer, Gouweleeuw, Uduokhai (, Iago – Pedersen, Engels (46. Baumgartlinger) , Rexhbecaj, Maier (61. Vargas)- Beljo (61. Cardona)

Tore: 1:0 Maier (4.), 1:1 Kampl (10.), 2:1 Werner (32.), 3:1 Werner (35.), 3:2 Vargas (82.)

Gelbe Karten: Uduokhai, Iago, Gouweleeuw  | Raum, Silva

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: