Einsturzgefahr | 27 Wohnungen nach Brand im Landkreis Landsberg nicht bewohnbar

In der Nacht auf Samstag brannt in Greifenberg (Lkr. Landsberg am Lech) ein Mehrfamilienhaus. Heute Nacht keimte das Feuer wieder auf, das Gebäude wurde schwer beschädigt. Es besteht Einsturzgefahr. 27 Wohnungen sind aktuell nicht bewohnbar.

fire-831213_1280 Einsturzgefahr | 27 Wohnungen nach Brand im Landkreis Landsberg nicht bewohnbar Landsberg am Lech Vermischtes | Presse Augsburg
Symbolbild

In der Nacht vom 07.08.2020 auf den 08.08.2020 kam es in der Wankstraße zu einem Brand in einem größeren Wohnkomplex, mit mehreren angegliederten Mehrfamilienhäusern und Geschäften und einer Arztpraxis. Die Feuerwehr evakuierte rund 45 Anwohner, die im Anschluss durch das THW Landsberg vor Ort betreut wurden. Zwei Personen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, von denen eine Person zur medizinischen Weiterbehandlung ins Krankenhaus verbracht wurde.

Bei den Löscharbeiten wurden im Kellergeschoss zunächst zwei Brandherde festgestellt. Hierbei handelte es sich um zwei im Kellergang gelagerte Kartonagenstapel, die Feuer gefangen hatten. Die Frage nach dem warum, konnte noch nicht abschließend beantwortet werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt wird als Ursache von einem technischen Defekt der Kabelleitung  ausgegangen.

Durch den Brand und die Löscharbeiten entstand ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Die Anwohner, sowie die betroffenen Ladengeschäfte, sind derzeit von der Stromversorgung abgeschnitten. Zudem wurde den Anwohnern angeraten, die Wohnungen vorerst nicht aufzusuchen. Für diejenigen die keine Möglichkeit fanden auswärts zu schlafen, stellte das Rote Kreuz Feldbetten zur Verfügung.

In der Nacht zum heutigen Sonntag keimte das Feuer in dem Gebäude wieder auf, so dass erneut umfangreiche Löscharbeiten erforderlich waren. Diese dauerten bis in die Morgenstunden an.

Insgesamt sind derzeit 27 Wohneinheiten unbewohnbar. Die im Gebäude untergebrachten Geschäfte können derzeit ebenfalls nicht betreten werden. Es besteht Einsturzgefahr. Erste Sicherungsmaßnahmen wurden durch das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr getroffen.

Nach ersten Einschätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von über einer Million Euro.

Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck geführt. Derzeit liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung vor.