Einsturzgefahr beseitigt | Haus am Oberen Graben voraussichtlich im Frühling wieder bezugsfertig

Die Sanierungsarbeiten für das Gebäude am Oberen Graben 8 bis 12 sind weit fortgeschritten. Die Standsicherheit des Gebäudes ist erfolgreich wiederhergestellt.

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2018 musste das Gebäude evakuiert werden. Der angrenzende Stadtbach hatte das Gebäude am Oberen Graben unterspült und so die Standsicherheit des Gebäudes gefährdet. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsbur

Trotz Unwägbarkeiten, mit denen bei der Sanierung von historischer Bausubstanz immer zu rechnen ist, könnte das Gebäude nach einer vorsichtigen Schätzung des hausverwaltenden Wohnungs- und Stiftungsamtes im Mai wieder bezugsfähig sein. Unterhalb der Kellerbodenplatte wurde verfestigendes Material in den Baugrund eingebracht und so die Standsicherheit des Gebäudes wiederhergestellt.

Mehr Flächen für verbleibende Gewerbetreibende

Die neuen Sanitär-Installationen werden voraussichtlich ab Mitte April in Angriff genommen. Sie sind Grundlage dafür, dass die Appartements wieder bezogen und genutzt werden können. Diese Arbeiten dauern rund drei Wochen. Auch im gewerblich genutzten Erdgeschoss finden derzeit noch Umbauarbeiten statt. Weil das Perücken-Geschäft „La Bethmann“ aufgegeben wurde, werden die vorhandenen Flächen so umgebaut, dass die verbleibenden beiden Läden mehr Flächen als bisher erhalten. Die Außenarbeiten entlang des Gebäudesockels, der an das trockengelegte Flussbett grenzt, stehen noch am Anfang.

Sanierungsabschluss braucht noch Zeit

Erfreulich schlägt die Baumaßnahme entgegen der Kostenschätzung in Höhe von 3,68 Mio. Euro jetzt nur mit 3 Mio. Euro zu Buche schlägt. Die Sanierung ist insgesamt weit fortgeschritten, braucht aber noch Zeit bis zum Abschluss. Nicht wie erhofft zu Beginn dieses Jahres, sondern voraussichtlich erst im Mai 2020 kann das Haus wieder bezogen werden.

Evakuierung im November 2018

2018 stellte sich bei Bodenuntersuchungen heraus, dass der angrenzende Stadtbach tragende Wände des historischen Gebäudes unterspült hatte und Hohlräume entstanden waren. Weil die Standsicherheit des Hauses nicht mehr gegeben war, wurde das Gebäude unverzüglich evakuiert. Seither leben die 21 Bewohner als nachbarschaftliche Wohngruppe zusammen im Hintermayr-Stift. Sie werden vom Wohnungs- und Stiftungsamt der Stadt Augsburg betreut. Für die betroffenen Gewerbetreibenden konnten ebenfalls unter Mitwirkung der städtischen Wirtschaftsförderung Übergangslösungen gefunden werden. (PM/roja)