Einzelhandelsumsatz im März gesunken

Aufgrund der Geschäftsschließungen in der Coronakrise sind die Umsätze in mehreren Einzelhandelsbranchen im März 2020 stark eingebrochen. Gleichzeitig habe die starke Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu erhöhten Umsätzen in anderen Bereichen gesorgt, etwa in Supermärkten und Apotheken, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Insgesamt setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im März 2020 nach vorläufigen Ergebnissen real 2,8 Prozent und nominal 1,5 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat.

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Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Kalender– und saisonbereinigt war der Umsatz im März 2020 im Vergleich zum Februar 2020 real um 5,6 Prozent und nominal um 5,7 Prozent niedriger. Das sei der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007, so die Statistiker.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren zeigte sich auch im März 2020 eine deutlich erhöhte Nachfrage: Die Branche setzte real 8,9 Prozent und nominal 11,8 Prozent mehr um als im März 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 10,3 Prozent und nominal 13,2 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im entsprechenden Vergleich real 2,8 Prozent weniger um, nominal blieb er unverändert. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln fielen die Umsätze im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 10,1 Prozent und nominal um 9,8 Prozent, nachdem sie im Februar 2020 noch um real 5,6 Prozent und nominal um 5,9 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen waren. Dies sei der stärkste Umsatzrückgang im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994, teilte das Bundesamt weiter mit.

Den größten Umsatzeinbruch verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit real -52,6 Prozent und nominal -51,4 Prozent gegenüber März 2019. Einen ebenfalls starken Umsatzrückgang mit real -30,5 Prozent und nominal -29,6 Prozent zeigte der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser). Das größte Umsatzplus mit real 13,4 Prozent und nominal 13,7 Prozent erzielte der Internet- und Versandhandel. Allerdings seien hier Veränderungsraten dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich und dürften somit nicht ausschließlich auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen sein, so die Statistiker. Recht deutlich zeigt sich der Einfluss der Krisensituation jedoch im weiterhin hohen Umsatzplus der Apotheken beziehungsweise des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten mit real 7,0 Prozent und nominal 8,3 Prozent höheren Umsätzen als im Vorjahresmonat.