Der erste Schritt ist getan: Durch einen 4:2-Erfolg (1:0, 2:0, 1:2) ist der EV Füssen vor toller Kulisse erfolgreich in das Viertelfinale der Landesliga-Playoffs gestartet. Über 1400 Zuschauer sahen dabei einen Sieg derjenigen Mannschaft, die sich ein deutliches Chancenplus erspielt hatte. 

EVF_138Amberg_2017 Eishockey | Gelungener Auftakt im Viertelfinale: Füssen schlägt Amberg Augsburger Panther Ostallgäu Sport ERSC Amberg EV Füssen | Presse Augsburg
Bild: Heiko Köhntopp

Nach abtastendem Beginn gelang dem EVF bereits im ersten Überzahlspiel die frühe Führung durch Kapitän Eric Nadeau. Das gab deutlich Sicherheit, und in der Folge musste Ambergs bester Spieler, Torhüter Oliver Engmann, schon einige Male sein ganzes Können aufbieten. Die Gäste hatten erst nach dreizehn Minuten eine nennenswerte Torchance in Überzahl, direkt im Anschluss scheiterte Oppenberger nach einem tollen Solo. Erneut in Überzahl hatte Amberg kurz vor Ende des Drittels zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten, der souveräne Fabian Schütze im EVF-Gehäuse blieb aber Sieger. Auf der Gegenseite vergaben Naumann und Schmid noch einen aussichtsreichen Konter.

Im zweiten Drittel legte Marc Besl in Überzahl endlich den zweiten Füssener Treffer nach, und es folgten weitere gute Chancen. Velebny an den Pfosten, Newhook und Oppenberger scheiterten auch knapp, Simon suchte bei einem Konterangriff selbst den Abschluss und verzog. Ein richtiger Weckruf war der verhängte Penalty für die Löwen, bei dem Schütze aber Sieger gegen David Rybka blieb. Im Anschluss verfehlte Simon nach tollem Zuspiel von Naumann das Tor, Letzterer schnappte danach von einem Amberger Verteidiger die Scheibe, seinen Alleingang konnte Engmann im letzten Moment noch auf der Linie stoppen. Ein herrlicher und mittlerweile überfälliger Treffer gelang zwei Minuten vor Ende des Abschnitts Lubos Velebny per Schuss von der blauen Linie.

Mit 3:0 ging es in das Schlussdrittel, und hier drängten die Füssener auf das vierte Tor. Doch in dieser Phase lief man in zwei Gegenangriffe, welche die Löwen tatsächlich zu zwei Treffern nutzten. Plötzlich stand es nur noch 3:2. Doch eine Ausgleichschance ergab sich nicht, denn eineinhalb Minuten später stellte Nikolas Oppenberger schon wieder auf 4:2. Und bereits mit dem nächsten Angriff wäre ihm beinahe der nächste Treffer gelungen, Engmann war schon ausgespielt, doch die Scheibe wollte nicht ins Tor. Am Ende blieb es beim 4:2, da der EVF noch weitere Möglichkeiten nicht nutzen, und die Amberger auch nach Herausnahme des Torhüters keinen richtigen Druck mehr aufbauen konnten, auch wenn sie nie aufsteckten. Der verdiente Sieger hieß EV Füssen, der in der Serie nun mit 1:0 führt.

MiL

Vorstand Mustafa Sugle (Amberg): „Füssen hat wirklich eine starke Mannschaft, Respekt. Wir haben gut mitgehalten, aber das Tempo war schon Wahnsinn. Was Füssen gespielt hat war stellenweise Extraklasse. Aber jetzt versuchen wir daheim zu gewinnen und sehen uns vielleicht in einer Woche hier wieder.“

Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Das war insgesamt ein Super-Auftakt für uns. Wir hatten einen guten Start, haben das Tempo hoch gehalten und zwei Überzahltore gemacht. Im zweiten Drittel haben wir etwas den Faden verloren, im letzten Amberg hinten wieder rein gedrückt und dann den Konter zum 3:2 bekommen. Wichtiger wie Druck ist oft die harte Arbeit, mit dem 4:2 haben wir das Spiel dann entschieden. In Amberg sollten wir einen Rückstand vermeiden. Wir werden die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern stellen uns auf einen harten Kampf ein.“

Tore: 1:0 (5.) Nadeau (Newhook, Krötz/5-4), 2:0 (22.) Besl (Simon, Naumann/5-4), 3:0 (38.) Velebny (Oppenberger/Schorer M.), 3:1 (44.) Schopper, 3:2 (46.) Wrobel (Swadzba), 4:2 (47.) Oppenberger (Newhook)

Strafminuten Füssen 12, Amberg 18 plus 10 für Gerber

Zuschauer 1432

Mit dem EHC Königsbrunn ist ein weiteres Team aus dem Raum Schwaben/Allgäu stark in die Playoffs gestartet.