Eishockey | Memmingen, Füssen und Lindau bleiben in der Oberliga – auch Aufsteiger Landsberg erhält Lizenz

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) hat das Zulassungsverfahren zur Oberliga-Saison 2020/21 abgeschlossen und 24 Oberligisten die Teilnahme an der bevorstehenden Spielzeit gewährt. Zwei Vereinen der Oberliga Nord musste die Zulassung allerdings aus wirtschaftlichen Gründen zunächst verweigert werden. Die betroffenen EXA Icefighters Leipzig und Hannover Indians können gleichwohl vor dem Spielgericht des DEB noch ein Nachprüfverfahren anstreben. Die beiden Allgäuer Teams aus Memmingen und Füssen, der EV Lindau und Aufsteiger HC Landsberg haben hingegen den Sprung in die Süd-Liga geschafft.Eishalle Untergrund Weiß

Obwohl der DEB im Wissen um die großen Schwierigkeiten angesichts der Coronakrise soweit wie möglich Rücksicht übte und die Prüfungsmaßstäbe und Fristen dementsprechend angepasst hatte, fehlten in beiden Fällen entscheidende Nachweise, um einen wirtschaftlich stabilen Spielbetrieb über die gesamte Saison prognostizieren zu können. Alle gesetzten Nachfristen verstrichen ohne ein zur Genehmigung ausreichendes Ergebnis.

Der DEB ist angehalten, die Integrität des Wettbewerbs zu wahren und war deshalb zu dieser bedauerlichen Entscheidung gezwungen. Die zugrundeliegenden Versäumnisse waren zudem nicht in wesentlichem Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie zu sehen. Die bereits vorliegenden Rahmenspielpläne in der Oberliga werden an die neuen Bedingungen angepasst.

Stimmen: Enttäuschung und Freude

DEB-Vizepräsident Marc Hindelang: „Wir waren auf einem guten Weg zu unserer zukünftig angestrebten Oberliga-Sollstärke von je 14 Mannschaften, daher ist ist das Ergebnis des Zulassungsverfahrens ein herber Rückschlag, den wir gerne vermieden hätten. Auch im Spielplan sind nun leider Anpassungen nötig. Die aufgetretenen Probleme stehen nach unserer Beurteilung nicht in Verbindung zur derzeitigen Krisensituation und haben ihren Ursprung in der Vergangenheit. Selbst mit sehr viel Nachsicht war uns kein anderer Beschluss möglich. Die Vereine können nun innerhalb von zwei Wochen ein Nachprüfverfahren beantragen, dann beim Spielgericht vorsprechen und ihre Versäumnisse begründen und gegebenenfalls korrigieren.“

Der Präsident des HC Landsberg, Frank Kurz, zeigt sich über die Zulassung seines Teams hoch erfreut: „Wir wissen ja, dass wir finanziell sehr solide dastehen, insofern ist dies für uns keine Überraschung. Wir freuen uns aber natürlich wirklich sehr über die Zusage.“ und weiter „Wir alle freuen uns jetzt einfach auf das was jetzt kommen wird.“ Auch in Memmingen ist man erleichtert: Wir sind froh, eine weitere Hürde erfolgreich gemeistert zu haben. Die harte Arbeit im Hintergrund wurde wieder einmal belohnt“, betont ECDC-Vorstand Helge Pramschüfer.