Erfolgreich startete Starkstrom e.V, das studentische Rennwagen-Team der Hochschule Augsburg, auf der Rennstrecke am Hockenreimring. Obwohl in der vorletzten Rennrunde die Vorderachse brach, erreichte das Team in der Gesamtwertung einen respektablen zwölften Platz.

HSA_Formula-Student_Rennen_kroeger Elektro-Rennwagen: Bewährungsprobe am Hockenheimring Freizeit News Wirtschaft Elektro-Rennwagen Hochschule Augsburg Hockenheimring HSA Starkstrom e.V | Presse Augsburg
Foto: © FSG Kröger

Alles lief gut an beim diesjährigen Formula Student Electric-Rennen am Hockenheimring. Elinor, so der Taufname des diesjährigen Rennboliden des studentischen Rennteams Starkstrom e.V., überzeugte mit verbesserten Fahreigenschaften, einem Aerodynamikpaket und einer sehr leichten Faserverbundwerkstoff-Konstruktion. Sie bestand die technische Abnahme am Hockenheimring und bewährte sich in Renndisziplinen wie dem Skid Pad, bei dem ein Fahrzeug zeigt, welche statische Querbeschleunigung es erreichen kann.

Auch in der Hauptdisziplin des Formula-Student-Rennens, der so genannten, Endurance, war der Starkstrom-Rennwagen in den ersten 16 Runden absolut konkurrenzfähig. Hier musste sich auf einer Rennstrecke von 22 Kilometern die Gesamtkonstruktion des Fahrzeugs beweisen. Gefragt waren alle Eigenschaften von Beschleunigung und Handling, über Fahrdynamik bis hin zum Fahrgeschick des Piloten.

HSA_Formula-Student_Team_scheuplein_ Elektro-Rennwagen: Bewährungsprobe am Hockenheimring Freizeit News Wirtschaft Elektro-Rennwagen Hochschule Augsburg Hockenheimring HSA Starkstrom e.V | Presse Augsburg
Foto: © FSG Scheuplein

Achsenbruch kurz vor dem Ziel

Kurz vor dem Ziel jedoch, in Runde 17, brach Elinors Vorderachse – ein Totalschaden. Neben der Achse wurden die Radaufhängungen in Mitleidenschaft gezogen und die Verbindungspunkte zum Fahrgestell, das bei Elinor als Monocoque ausgeführt ist: Fahrgestell, Rahmen und Karosserie bestehen hier aus einer zusammenhängenden Schalenkonstruktion.

Trotz des Unglücks erreichte das Starkstrom-Team der Hochschule Augsburg in der Gesamtwertung aller Renndisziplinen einen respektablen zwölften Platz von 40. Gewertet wurden als statische Disziplinen Konstruktion, Kostenplanung und Geschäftsmodell. Auf der Rennstrecke stellte Elinor neben der Endurance ihr Beschleunigungstempo, das Verhalten im Skid Pad, den Energieverbrauch während der Fahrt und das Handling im Autocross, einer kurvigen Strecke mit Schikanen, unter Beweis.

Erstmals in der Geschichte von Starkstrom e.V. steuerte mit Theresa Baruth eine Frau den Rennwagen auf dem Hockenheimring. Auch Markus Gröninger, Benedikt Nieberler und Team-Kapitän Patrick Sauermann saßen am Steuer von Elinor. Sauermann fuhr das Starkstrom-Team im Skid Pad auf den sechsten Platz.

Jury würdigt Potenzial

Bei der Preisverleihung erwartete das enttäuschte Team doch noch eine Überraschung. Die Jury verlieh den Augsburgern, die mit 70 Team-Mitgliedern angereist waren, den Broken-Dreams-Award, also den Preis für enttäuschte Hoffnungen.

Björn Hauffe, erster Vorstand von Starkstrom e.V., sagte dazu: „Darüber haben wir uns nach der anfänglichen Niedergeschlagenheit sehr gefreut, zeigt es uns doch, dass die Jury das Potenziel unseres diesjährigen Rennwagens sehr wohl erkannt hat.“ Letztendlich, so Hauffe weiter, „geht es uns bei Starkstrom darum, möglichst viel zu lernen und unser Wissen anzuwenden. Eine Platzierung im Rennen ist dann bloß noch das i-Tüpfelchen.“

Nächstes Ziel: Red Bull Ring in Österreich

Nun arbeiten die Starkstrom-Techniker daran, Elinor für das nächste Rennen fit zu machen. Bereits am 17. August startet sie am Red Bull Ring in Österreich bei der Formula Student Austria. Bis dahin müssen die gebrochene Vorderachse und alle Verbindungsteile ersetzt oder repariert werden.