Elfmeter in der Nachspielzeit – FCA mit Niederlage zum Heimabschied gegen Hertha

Der FC Augsburg wollte sich mit einem anständigen Heimspiel gegen Hertha BSC von den eigenen Fans verabschieden. Am Ende verloren die Schwaben ein torreiches Tor durch einen Strafstoß in der Nachspielzeit. Es war die 17. Niederlage in dieser Spielzeit.

Für den FC Augsburg ging es am heutigen Nachmittag darum sich im Heimspiel gegen Hertha BSC ordentlich zu verabschieden. Mit Dong-won Ji, Christoph Janker und Jan-Ingwer Callsen-Bracker taten dies drei Spieler schon vor der Partie. Alle drei werden in der kommenden Saison das Trikot mit der Zirbelnuss nicht mehr überstreifen.Auch heute stand keiner der Verabschiedeten in der ersten Elf. Sie konnten somit von außen verfolgen, dass ihre Kollegen durchaus um einen guten Start bemüht waren.

Nach knapp 2:30 Minuten lag der Ball bereits nach einem Kopfball von Teigl im Tor von Hertha BSC. Der Österreicher hatte im Abseits gestanden, der Treffer wurde nicht gegeben. Sieben Minuten später hatte Augsburg allerdings bereits erneut getroffen, dieses Mal zählte das Tor. Hahn konnte sich nach seinem Schuss aus Rund 25 Metern feiern lassen. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt auch in Ordnung. Der FCA war auch in den folgenden Minuten das bessere Team. Die Herthaner taten sich zu Beginn schwer trotz einem klaren Plus an Ballbesitz Gefahr auszustrahlen. Von den Gastgebern kam nur noch wenig, so sollte aus dieser ersten Halbzeit ein langweiliger Kick ohne Erinnerungswert werden.

Für beide Mannschaften war es das klassische „Spiel um die Goldene Ananas“, verlieren wollte dieses aber auch keiner. Entsprechend dürften die Pausenansprachen ausgefallen sein. Hertha setzte die Vorgaben ihres scheidenden Chefcoaches Pal Dardai schon nach wenigen Wimpernschlägen gekonnt um. Der guten Plattenhart traf mit einem Direktschuss aus kurzer Distanz zum sicher nicht unverdienten Ausgleich (47.). Beinahe im Gegenzug brachte Berlins Rekik dem Augsburger Teigl mit einem Griff ins Gesicht im Strafraum zu Fall. Elfmeter für Rot-grün-weiß. Eine Gelegenheit die sich Gregoritsch nicht nehmen ließ, souverän brachte er er sein Team wieder in Front.

Aus dem Langweiler der ersten 45. Minuten war nun doch noch ein unterhaltsamer, wenn auch nicht hochklassiger Fußballnachmittag geworden. Der Ball lief dabei weiter überwiegend durch die Reihen der „alten Dame von der Spree“. Hertha versuchte weitere Torsituationen herauszuspielen, die Schwaben ließen es zu oft zu. Grujic bestrafte dies in der 65. Spielminute mit einem platzierten Kopfball, FCA-Schlussmann Kobel war machtlos. Erst nach und nach konnten seine Vorderleute wieder eigene Glanzlichter setzen. Das Tor machten sie aber doch. Nach langen Minuten ohne nennenswerte Augsburger Offensivaktion hatte sich Gregoritsch alleine auf den Weg gemacht und das Leder trocken an Kraft vorbei zur erneuten Führung über die Linie geschoben (70.). Doch auch diese Führung hatte nicht lange Bestand.

Nach einer Ecke kam der Ball über Lazaro zu Kalou, der zum 3:3 einnicken konnte (75.). Wieder ein Kopfballtor gegen Augsburg, eine Waffe mit der die Hauptstädter weiter gefährlich blieben. Den Schlusspunkt setzten sie allerings nicht aus der Luft, sondern vom Punkt aus. Oxford hatte den kurz zuvor eingewechselten Köpke im Strafraum gefoult, Altmeister Kalou zum 3:4 getroffen. Somit wurde nichts aus dem versöhnlichen Saisonabschluss.

Der FCA verabschiedete sich mit der 17 Saisonniederlage vom eigenen Publikum. Enttäuscht zog die Mehrzahl der Zuschauer direkt nach dem Schlusspfiff ab. Die wenigen, die geblieben waren verabschiedeten das Team aber mit Applaus und „Nie mehr 2.Liga“-Gesängen. In diesem Sinne auf ein neues, in eine neunte Bundesligasaison. Dann hoffentlich nicht wieder mit einer Pleite in jedem zweiten Saisonspiel.

FC Augsburg: Kobel – Schmid , Gouweleeuw , Oxford , Max – Baier- Moravek , Koo- Teigl , Richter – Hahn

Hertha BSC: Kraft – Klünter , Lustenberger , Rekik  , Plattenhardt – Skjelbred , Grujic – Lazaro , Duda,Kalou – Ibisevic

Tore: 1:0 Hahn (10. ), 1:1 Plattenhart (47.), 2:1 Gregoritsch (50./FE), 2:2 Grujic (66.), 3:2 Gregoritsch (70.), 3:3 Kalou (75.) 3:4 (90.+1. /FE)

Gelbe Karten:  keine | Rekik

Schiedsrichter: Guido Winkmann

Zuschauer: 29.307

Alle Fotos: Sebastian Pfister