
Das brachte der gestrige Spieltag
Spanien – Deutschland 2:1 n.V.: Der Traum ist ausgeträumt und wie bitter wurde diese Fußballnation da rausgerissen? Die Deutsche Nationalmannschaft verliert das Viertelfinale der Europameisterschaft durch ein Kopfballtor von Merino in der letzten Minute der Verlängerung.
Das vorgezogene Finale hatte alles zu bieten, was sich die Fußballfans erhofft hatten, es war ein tolles Spiel, dass an Dramatik wohl nicht zu überbieten war. Nach einer starken Auftaktviertelstunde der Spanier war die DFB-Elf immer besser ins Spiel gekommen, musste aber kurz nach der Pause den 1:0 Rückstand durch den in Leipzig spielenden Dani Olmo hinnehmen. Nagelsmann reagierte mit mehreren Wechseln, Deutschland jetzt das bessere Team. Nach einem Pfostenschuss von Füllkrug hätte es schon 1:1 stehen müssen, den Ausgleich besorgte aber Wirtz in der 89. Spielminute mit einer Direktabnahme. Die Nagelsmänner nun die klar bessere Mannschaft, drückte auf den zweiten Treffer. Als nach einem Musiala -Schuss Cucurella den Ball in der 106. Spielminute im Strafraum an die Hand bekommt, schrie ganz Fußballdeutschland nach einen Strafstoß, Schiedsrichter Taylor verweigerte den wohl deutlichsten Handelfer aller Zeiten aber. Auch Deutschlands früherer Topschiedsrichter Manuel Gräfe kritisierte seinen englischen Kollegen. „Klarer Elfmeter“ Statt der verdienten Führung für Deutschland und einem möglichen Halbfinale biss die Furia Roja, die rote Bestie mit dem einzigen wirklich ordentlichen Angriff in der Verlängerung zu. Bitter für das deutsche Team, das nach einem guten Turnier jetzt nur noch Zuschauer ist. Für Deuschlands Mittelfeldmotor Toni Kroos war es nicht nur das letzte Spiel bei dieser EM, das Turnier Aus setze auch einen Schlussstrich unter die außergewöhnliche Karriere des Weltmeisters von 2014.
Tore: 1:0 Dani Olmo (51.), 1:1 Wirtz (89.). 2:1 Merino (119.)
Gelbe Karten: Le Normand, Ferran Torres, Unai Simon, Carvajal, Rodri, Fabian | Rüdiger, Raum, Andrich, Kroos, Mittelstädt, Wirtz Gelb-Rote Karte: Carvajal
Portugal – Frankreich 3:5 n.E.: In einem zähen Spiel mit wenig Offensivaktionen blieb die Partie zwischen Portugal und Frankreich torlos, auch nach der Verlängerung. Die Portugiesen waren insgesamt etwas aktiver, mit mehr Ballbesitz und gewonnenen Zweikämpfen. Im Elfmeterschießen zeigten die Franzosen die besseren Nerven, während Joao Felix für Portugal an den Pfosten schoss. Dembélé, Fofana, Koundé, Barcola und Hernández trafen für Frankreich, während Ronaldo, Silva und Mendes für Portugal erfolgreich waren.
Tore: keine
Gelbe Karten: Joao Palhinha | Saliba
So geht es heute weiter
England – Schweiz (18 Uhr/Düsseldorf): Das Schweizer Team ist nach dem beeindruckenden Sieg über Italien selbstbewusst und strebt zum ersten Mal das Halbfinale bei einer großen Endrunde an. Im Gegensatz dazu hat sich England in den letzten Turnieren regelmäßig in die Runde der letzten Vier gespielt. Gareth Southgate steht vor seinem 100. Spiel als Trainer Englands und die Three Lions haben bisher zwar nicht glänzend gespielt, aber dennoch Wege gefunden, erfolgreich zu sein.
Niederlande – Türkei (21 Uhr/Berlin): Die Niederländer zeigten nach einer schwierigen Qualifikation eine starke Leistung beim 3:0-Sieg gegen Rumänien und ließen die Oranje-Fans von einem EM-Erfolg träumen. Die Spieler haben aus ihren Fehlern gelernt und sind stolz auf ihre Leistung, besonders im Pressing und Ballbesitz. Die Türkei erholte sich gut von einem Rückschlag gegen Portugal und gewann gegen Tschechien und Österreich. Sie freuen sich auf das Viertelfinale in Berlin gegen die Niederlande und glauben an ihre Chance. Das Duell verspricht ein spannender Thriller zu werden.

