
Das brachte der gestrige Spieltag
Türkei-Georgien 3:1: Bei sintflutartigen Regenfällen boten beide Mannschaft ein großartiges Spiel. Georgien ist als krasser Außenseiter zu diesem Turnier gereist, zeigte sich aber mit den Türken ebenbürtig. Der Favorit war durch einen sehenswerten Treffer von Müldür in Führung gegangen, der EM-Neuling konnte diesen aber nur wenig später durch Mikautadze ausgleichen. Arda Güler brachte die Türken mit einem Schuss ins lange Eck aus der Kategorie “Weltklasse” erneut in Front, die Mannschaft um Kapitän Çalhanoğlu musste gegen das drückende Team vom Kaukasus bis in die Nachspielzeit um den Sieg zittern. Nachdem selbst Tormann Mamardashvili in den gegnerischen Strafraum aufgerückt war, erlöste Aktürkoglu die Türkei in der siebten Minute der Nachspielzeit mit einem Schuss ins verwaiste Tor.
Tore: 1:0 Müldür (25.), 1:1 Mikautadze (32.), 2:1 Arda Güler (65.), 3:1 Aktürkoglu (90. +7)
Gelbe Karten: Baradakci, Çalhanoğlu | Kvirkvelia
Portugal – Tschechien
Die Portugiesen konnten deutlich mehr Ballbesitz verzeichnen kamen jedoch lange nicht gegen die gute Abwehr der Tschechen an. Tschechien ging durch Provod sogar in Führung, kassierte aber durch ein Eigentor von Robin Hranac den Ausgleich. Francisco Conceicao erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das 2:1.
Tore: 0:1 Provard (62.) 1:1 Hranac (69.), 2:1 Conceicao (90. +2)
Gelbe Karten: Rafael Leao | Schick
So geht es heute weiter
Kroatien-Albanien (15 Uhr/Hamburg): Während Albanien es in seinem ersten Spiel Italien sehr schwer gemacht hatte, bereitete Kroatien den Spaniern kaum Sorgen. Für beide Teams heißt es heute verlieren verboten, wenn man weiterhin im Rennen um einen Platz im Achtelfinale bleiben möchte.
Aus der Bundesliga bekannt: Josip Stanišić (Leverkusen), Josip Juranović (Union), Andrej Kramarić (Hoffenheim) | Klaus Gjasula (Darmstadt)
Deutschland – Ungarn (18 Uhr/Stuttgart): Nach dem grandiosen Auftaktsieg muss die DFB-Auswahl weiter hoch konzentriert bleiben. Mit Ungarn steht ein äußerst unangenehmer Gegner mit auf dem Feld. Die körperlich hart arbeitende Magyaren werden es angetrieben von ihrem fanatischen Anhang Musiala & Co. in der Offensive deutlich schwerer machen, als zuletzt die Schotten. Ungarn ist aber nicht mehr nur das reine Arbeiterteam, sondern kann durchaus gepflegt nach vorne spielen. Es gilt, den überragenden Spielmacher Szoboszlai (Liverpool) auszuschalten. Bundestrainer Nagelsmann wird diese Aufgabe wohl einer unveränderten Startelf anvertrauen, einzig Can könnte für Andrich ins Team rutschen. Nur eines der letzten vier Duelle konnten die Deutschen für sich entscheiden, zuletzt gab es in der Nations League eine 0:1-Niederlage.
Aus der Bundesliga bekannt: Péter Gulácsi (Leipzig), Attila Szalai (Freiburg), Willi Orbán (Leipzig), Márton Dárdai (Hertha BSC), András Schäfer (Union), Roland Sallai (Freiburg)
Schottland – Schweiz (21 Uhr/Köln): Nach der derben Klatsche im Auftaktspiel wird Schottland auf Wiedergutmachung aus sein. Die Bravehearts müssen allerdings auf Porteous verzichten, der nach der Roten Karte gegen Deutschland für die beiden weiteren Gruppenspiele gesperrt wurde. Leicht wird die Aufgabe nicht. Die Schweiz zeigte sich im ersten Spiel gegen Ungarn in starker Form und gewann hochverdient mit 3:1. Mit einem Sieg könnte die “Nati” das Achtelfinalticket wohl bereits buchen, mit einer erneuten Niederlage gingen es für die Schotten hingegen wohl ziemlich sicher nach dem Spiel gegen Ungarn nach Hause.
Aus der Bundesliga bekannt: – | Gregor Kobel (Dortmund), Silvan Widmer (Mainz), Nico Elvedi (Mönchengladbach), Granit Xhaka (Leverkusen), Ruben Vargas (Augsburg)
Was gibt es sonst noch?

