Neun Spiele in Folge mussten die Augsburger Panther als Verlierer vom Eis, bis es am Freitag endlich wieder ein Erfolgserlebnis gab. Der AEV konnte das Kellerduell gegen Bietigheim für sich entscheiden.

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Endras durfte sich für eine starke Leistung feiern lassen | Foto: Wolfgang Czech

Im ersten Spiel nach der Deutschland Cup-Pause ging es im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion bereits um viel. Der Tabellenletzte empfing den Vorletzten aus Bietigheim. Beim AEV kehrte mit Dennis Endras der Stammtorhüter zwischen die Pfosten zurück, was sich positiv auf seine Vorderleute auswirken sollte. Die Augsburger Defensive zeigte sich insgesamt deutlich sicherer als zuletzt.

Dass die Panther nach neun Niederlagen in Folge gewillt waren, diese Serie in dieser wichtigen Partie zu brechen, war von Beginn an zu erkennen. In einem intensiv geführten ersten Abschnitt waren die Hausherren die gefährlichere Mannschaft, auch wenn das 1:0 auf sich warten ließ.

Endras bärenstark

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Panther das bessere Team, zur Führung benötigten sie aber einen krassen Abwehrschnitzer der Steelers bei Augsburger Überzahl. Bietigheim war zu weit aufgerückt und hatte auf eine Abseitsstellung des AEV spekuliert, dabei zwei AEV-Spieler frei auf den starken Aittokallio zulaufen lassen. Wännström blieb alle Zeit der Welt, um einen Abpraller mit einem platzierten Schuss zu verwerten. Das es mit dem knappen Vorsprung zum zweiten Pausentee ging, hatten die Rot-grün-weißen dann in der Tat dem bestens aufgelegten Endras zu verdanken. Bei einem Powerplay kurz vor der Sirene war mehrfach sein Können gefragt. Insgesamt musste er nach 40 Minuten bereits 24 Schüsse auf sein Tor entschärfen, zwei Versuche später war aber auch der 37-Jährige erstmals bezwungen worden.

Was für eine Erleichterung

Noch keine eineinhalb Minuten waren nach der Rückkehr auf das Eis abgelaufen, als Maione von hinter dem Kasten Wilkie im Slott bediente, Endras war ohne Abwehrchance (42.). Die Uhren waren in diesem richtungsweisenden Kellerduell wieder auf 0 gestellt. Als Soramies gut neun Minuten vor dem Ende die Scheibe erneut im Gästetor untergebracht hatte, hallte der Jubel nur kurz auf. Die Schiedsrichter hatten nach einem Foul des Bietigheimers Weiß unmittelbar zuvor abgepfiffen. Augsburg ließ sich davon nicht irritieren, nach nur sechs Sekunden Powerplay jagte Payerl den Puck nach Vorabreit von LeBlanc und Neuzugang Barinka zum 2:1 in die Maschen (52.). Sollte dieser Treffer den Weg aus dem Tal der Tränen leuchten? Noch hatten die Panther die Punkte in dieser ausgeglichenen Begegnung nicht fest verbucht. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende setzte SCB-Coach Daniel Naud alles auf eine Karte und zog seinen Schlussmann zugunsten eines weiteren Feldspielers. Broadhurst hätte in dieser Phase für die Entscheidung sorgen müssen, doch er traf nur den Pfosten, so hieß es zittern bis zum glücklichen Ende.

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Foto: Wolfgang Czech

 

AEV: Endras, Keller – Lamb, Haase, Sacher, Rogl, Bergman, Länger- Volek, Payerl, Kuffner, LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Soramies, Johnson, Broadhurst, Wännström, Clarke, Barinka

Tore: 1:0 Wännström (Stieler/Johnson) 31., 1:1 Wilkie (Maione) 42., 2:1 Payerl (LeBlanc/Barinka) 52.,

Schiedsrichter: Ansons, Hunnius | Schwenk, Züchner Strafzeiten: Augsburg– Bietigheim

Zuschauer: