Energiewirtschaft: Senkung der Ökostrom-Abgabe nicht ausreichend

Die deutsche Energiewirtschaft hat die von der Bundesregierung für das Jahr 2021 geplante Absenkung der Ökostrom-Umlage auf sechs Cent pro Kilowattstunde als nicht ausreichend kritisiert. Der Schritt sei „richtig, aber nicht genug“, sagte Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). „Die EEG-Umlage hätte auf fünf Cent gesenkt und auf diesem Niveau eingefroren werden müssen.“

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Staatlich induzierte Abgaben wie die Ökostrom-Abgabe machten Andreae zufolge inzwischen 53 Prozent des Strompreises aus. „Innerhalb von zehn Jahren ist dieser Wert um mehr als zwei Drittel gestiegen“, sagte die frühere Grünen-Politikerin. Dagegen seien die anderen Preisbestandteile wie Beschaffung, Vertrieb und Netzentgelte, im gleichen Zeitraum nur um sechs Prozent gestiegen.