Entsorger fordern eine Mindesteinsatzquote für recycelte Rohstoffe

Vor dem am Dienstag stattfindenden Koalitionsausschuss fordert die Entsorgungsbranche von der Regierungskoalition ein „klares Signal“ für mehr Kreislaufwirtschaft. „Beim Klimapaket wurden die erheblichen Potenziale einer verstärkten Kreislaufwirtschaft nicht berücksichtigt, dies darf sich im geplanten Konjunkturpaket nicht wiederholen“, heißt es in einem Schreiben des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), das unter anderem an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien versandt wurde und über das das „Handelsblatt“ (Montagausgabe) berichtet. „Durch den Ersatz von Rohstoffen aus der Natur durch Rohstoffe aus Recyclingprozessen – so genannten Recyclingrohstoffen – schonen wir natürliche Ressourcen und ermöglichen massive CO2-Einsparungen“, heißt es weiter in dem Brief, über den das „Handelsblatt“ berichtet.

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Es sei „leicht, Einkaufsgutscheine auszugeben oder Abwrackprämien zu bewilligen“, sagte BDE-Präsident Kurth der Zeitung. „Aber damit macht es sich die Regierung zu einfach.“ Kurth forderte eine Mindestquote für den Einsatz von Recyclingrohstoffen in Höhe von 15 Prozent.

„Es ist absolut unverständlich, dass einerseits gesetzlich hohe Recyclingquoten festgelegt werden, andererseits aber die Verwendung der recycelten Rohstoffe ungeregelt bleibt. So bleiben die Entsorger am Ende auf ihren Rezyklaten sitzen.“ Der BDE erwartet, dass auch Kunststoffverarbeiter für einen Teil ihrer Produktion Rezyklate nutzen. „Wenn von den Menschen erwartet wird, dass sie ihren Müll sauber trennen, dann dürfen die Menschen auch erwarten, dass diese getrennten Abfälle auch sinnvoll weiterverarbeitet werden.“