Epidemiologe hält Corona-Maßnahmen-Verschärfung für notwendig

Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens hält Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon-Hochschule in Berlin eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen „leider“ für nötig. „Das exponentielle Wachstum konnte zwar bis Mitte November gebremst werden, die Zahlen sind aber weiterhin hoch. Und das ist gefährlich mit Blick auf die zeitversetzte Zunahme von Krankenhauseinweisungen und Patientenzahlen auf Intensivstationen“, sagte er dem Nachrichtenportal „Watson“.

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Schulen und Kitas weiterhin offenzuhalten, hält der Epidemiologe aber für richtig. „Sie sollen nach Möglichkeit nicht geschlossen werden, weil auch unter Corona-Bedingungen Bildung für alle Schülerinnen und Schüler angeboten werden sollte“, sagte er. Aus epidemiologischer Sicht sei es sinnvoll, damit die freigestellten Schüler keine neuen Kontakte außerhalb des Klassenverbandes hätten.

„Bis zu den Weihnachtsferien sollten wir es mit den bereits eingeführten Maßnahmen schaffen, die Schulen offenzuhalten“, sagte er. Eine Selbstisolation auch bei Erkältungssymptome befürwortet Ulrichs. „Wenn es irgendwie machbar ist, könnte eine Selbstisolation schon vor einer Weiterübertragung schützen, gegebenenfalls auch durch Maskentragen zu Hause. Und sinnvoll wäre es allemal. Denn eine Übertragung innerhalb der Haushalte zu reduzieren, würde sehr helfen, das Virus nicht in weitere Gruppen und Bereiche zu tragen“, so Ulrichs.