ERC Ingolstadt präsentiert zwei Neuzugänge – Audi wird neuer Helmsponsor

Nach der Entscheidung, an einer Saison 2020/21 in der PENNY DEL teilnehmen zu können, fügt der ERC Ingolstadt seiner Mannschaft weitere wichtige Puzzlestück hinzu. Und auch aus dem Sponsoringbereich kann der ERCI eine wichtige Entscheidung verkünden.

audi_helm ERC Ingolstadt präsentiert zwei Neuzugänge - Audi wird neuer Helmsponsor Bayern Sport Audi ERC Ingolstadt ERCI | Presse Augsburg

Aus den Händen der Mitglieder des Audi ERC-Steuerkreises erhielt DEL-Topscorer Wayne Simpson als erster den neuen Helm überreicht. Der Mann, den die ERC-Fans in der vergangenen Saison ohnehin hauptsächlich mit rotem Helm (des jeweils aktuellen Topscorers) haben spielen sehen, zeigt sich begeistert.

Mathew Bodie kommt aus der schwedischen Eliteliga SHL an die Donau und soll in der Ingolstädter Defensive eine Schlüsselrolle einnehmen. Für die Växjö Lakers und IK Oskarshamn absolvierte er in der vergangenen Saison 44 Spiele, in denen er 13 Scorerpunkte sammelte.

„Ich habe Mathew einige Male live gesehen und dabei hat er immer überzeugen können. Während seiner Zeit in der AHL war er über Jahre einer der Top-Spieler. Dementsprechend ist er auch bei uns fest als Top-Vier Verteidiger eingeplant“, sagt ERC-Sportdirektor Larry Mitchell über den Neuzugang, der in Ingolstadt auf ein bekanntes Gesicht treffen wird. Zusammen mit Wayne Simpson, DEL-Topscorer in der vergangenen Saison, spielte er drei Jahre lang am Union College zusammen. „Mat ist ein guter Typ und dazu sehr professionell. Er war damals am College schon ein erstklassiger Kapitän, ist dazu sehr smart auf dem Eis, bewegt den Puck gut und hat einen super Schuss von der blauen Linie“, so Simpson über seinen alten und neuen Teamkollegen.

„Ich habe Wayne und auch Tyler Kelleher, mit dem ich letzte Saison in Oskarshamn gespielt habe, über Ingolstadt und den ERC gefragt. Beide haben mir viel Gutes berichtet, was mich in meiner Entscheidung bestärkt hat“, erzählt der Verteidiger.

Der im kanadischen East St. Paul geborene Bodie war bereits zu seiner Juniorenzeit ein herausragender Akteur und wurde 2010 zum besten Verteidiger in der kanadischen Juniorenliga BCHL gewählt. Anschließend verbrachte er vier Jahre an der Universität im amerikanischen Bundesstaat New York und gewann 2014 als Kapitän die Meisterschaft in der College-Liga (NCAA). Trotz starker Statistiken wurde der Linksschütze nicht gedraftet, unterschrieb allerdings als Free Agent in der Organisation des NHL-Clubs New York Rangers. Bei den Hartford Wolf Pack war er drei Spielzeiten lang der Top-Verteidiger und erneut Kapitän. „Mat ist ein hervorragender Leader, der zudem über ein exzellentes Eishockey-Verständnis verfügt. Er hat große Stärken in Überzahl, die er während seiner gesamten Karriere unter Beweis gestellt hat“, beschreibt Mitchell den 1,83 Meter großen Defender.

Erstmals wagte er den Schritt über den großen Teich im Jahr 2018 als er beim KHL-Club Torpedo Nizhny Novgorod unterschrieb. In 39 Einsätzen kam er in der zweitbesten Eishockeyliga der Welt auf 16 Scorerpunkte. Über Schweden führt der Weg des Kanadiers nun zu den Panthern.

„Ich freue mich sehr, dass es nach der langen Sommerpause nun endlich wieder aufs Eis geht. Nach den Gesprächen mit Larry Mitchell und dem was ich bisher über die Liga gehört habe, hatte ich das Gefühl, dass Ingolstadt und die DEL gut zu mir passt“, sagt der 30-Jährige, der sich selbst als Offensivverteidiger charakterisiert, der gleichzeitig defensiv verantwortungsvoll agieren möchte.

Bodie, der mit der Rückennummer 22 auflaufen wird, kommt zusammen mit seiner Frau und den beiden Söhnen am Montag in Ingolstadt an.

Auch ein Spieler für die Offensive kommt

Der ERC Ingolstadt verstärkt zudem seine Offensive mit Louis-Marc Aubry. Der Kanadier war in den vergangenen Jahren für die Eisbären Berlin aktiv und verfügt somit über genügend DEL-Erfahrung. Der 1,94 Meter große Angreifer verbrachte den Sommer in der Hauptstadt, sodass er nun bereits in Ingolstadt sein und sich seinem neuen Team vorstellen konnte.

„Louis-Marc ist ein gestandener DEL-Spieler im besten Eishockeyalter, der sehr körperlich spielt und dahin geht, wo es weh tut. Zudem sind große, kräftige Mittelstürmer immer mehr gefragt“, hebt ERC-Sportdirektor Larry Mitchell die Vorzüge des Hünen hervor.

Wie Mitchell zudem bereits angekündigt hatte, kann ebenso die sofortige Verfügbarkeit ein Auswahlkriterium sein. Auch das spricht für Aubry, da er sich bei seiner Freundin in Berlin aufhielt und ohne Quarantäne oder Reisebeschränkungen bereits heute mit dem Team trainieren konnte.

Der Franko-Kanadier kam 2017 kurz vor dem Ende der Hauptrunde zu den Eisbären und empfahl sich auf Anhieb für eine Vertragsverlängerung. Richtig aufhorchen ließ Aubry beim Berliner Vizemeister-Run, als er mit zehn Toren und neun Vorlagen in 18 Partien zweitbester Scorer der DEL-Playoffs war. Seine bisher stärkste Saison in der deutschen Eliteliga legte der in Trois-Rivières geborene Angreifer 2018/19 hin. Mit 16 Toren und 23 Vorlagen war er Hauptrunden-Topscorer der Eisbären. In der vergangenen Spielzeit kam Aubry verletzungsbedingt auf lediglich 39 Spiele, in denen er 21 Scorerpunkte verbuchen konnte.

„Aufgrund seiner achtwöchigen Verletzungspause hatte er nicht sein bestes Jahr, aber er hat in Berlin gezeigt, dass er auch ein echtes Playoff-Monster sein kann“, so Mitchell. Seine Karriere startete er zunächst im Jugendteam seiner Heimatstadt und anschließend bei den Montreal Juniors in der Juniorenliga der Provinz Quebec (QMJHL), ehe er 2010 vom NHL-Club Detroit Red Wings in der dritten Runde an 81. Stelle gedraftet wurde. Knapp sechs Jahre war er anschließend Teil der Red Wings Organisation, kam aber ausschließlich beim Farmteam Grand Rapids Griffin in der American Hockey League (AHL) zum Einsatz. Im Unterbau der NHL lief Aubry 342 Mal auf und sammelte 91 Scorerpunkte.

„Die Freude ist riesig, nun endlich wieder auf dem Eis zu sein. Die Spiele gegen Ingolstadt waren immer gut, weil sie in den vergangenen Jahren stets ein tolles Team hatten. Ich kenne zwar noch keinen meiner neuen Teamkollegen, aber das wird sich schnell ändern. Ich bin neben dem Eis eine sehr aufgeschlossene Person und ich glaube, die Mischung in der Mannschaft stimmt“, erzählt Aubry, der für die Panther künftig mit der Rückennummer 11 auflaufen wird. „Ich habe am 11.11. Geburtstag und an dem Tag habe ich auch den Anruf von Larry bekommen. Von daher dachte ich, das passt ganz gut“, meint der 29-Jährige.

Audi neuer ERC-Helmpartner

Wenn die Spieler des ERC Ingolstadt in dieser Woche ins Mannschaftstraining starten, dann nicht nur mit einem neuen Helmdesign, sondern auch mit neuem Helmpartner: Der AUDI AG.

„Audi ist seit vielen Jahren Hauptpartner des ERC. Dass unser Vertrag diesen Sommer und damit mitten in der Corona-Pandemie verlängert wurde, ist keine Selbstverständlichkeit und Ausdruck unserer intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Als sichtbares Zeichen dafür ist nun erstmalig das Audi-Logo auch direkt am Spieler zu sehen“, sagt ERC-Geschäftsführer Claus Liedy.

Die neuen Helme, traditionell von Ausstatter BAUER produziert, erhielten ein aufwändig gestaltetes Design, das vor allem im vorderen Bereich durch das Rot und die Ringe der AUDI AG dominiert wird, während die Seiten und die Rückseite hauptsächlich in ERC-Farben gehalten sind. Das Panther-Logo ist besser sichtbar als in der Vergangenheit und mit dem Wappen der Stadt kam ein neues Element hinzu, das quasi das Gegenstück zum traditionellen Ingolstadt-Wappen auf dem Trikot bildet.