Bereits seit Ende 2023 sind die Experten des Bayerischen Landeskriminalamts und der Zentralstelle Cybercrime Bayern einem führenden Rauschgifthändler im Clear- und Darknet auf der Spur. Dieser Händler galt als einer der größten Anbieter von Kokain und Cannabisprodukten.
Online-Drogenhandel aufgedeckt
Die Täter, zunächst unbekannt, betrieben einen eigenen Webshop und boten ihre illegalen Produkte auch auf den größten deutschsprachigen Underground-Economy-Foren „CrimeMarket“ und „CrimeNetwork“ an. Beide Foren wurden 2024 durch deutsche Ermittlungsbehörden geschlossen, jedoch setzten die Tatverdächtigen ihren Handel unbeeindruckt fort.
Ermittlungen gegen organisierte Gruppe
Durch umfassende Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg – Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) und des Bayerischen Landeskriminalamts – Fachgruppe Rauschgifthandel Online (FARO) konnten die Behörden aufdecken, dass es sich bei den Tätern um eine organisierte Gruppe handelt. Den Personen wird vorgeworfen, strukturiert und arbeitsteilig nach einem einheitlichen Verfahren Drogen im Internet verkauft zu haben.
Verteilungswege der Drogen
Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Verpackung der Betäubungsmittel zentral in Leipzig stattfand. Von dort wurden kleinere Sammelpakete unter anderem nach Nordrhein-Westfalen versandt, von wo aus die Endkunden beliefert wurden. Einige Pakete wurden auch direkt aus Leipzig an die Kunden gesendet.


