Am Sonntagvormittag, dem 15. Dezember 2024, ereignete sich in Straubing ein Vorfall zwischen zwei Gefängnisinsassen, bei dem einer der beiden schwer verletzt wurde. Die Behörden untersuchen den Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes.
Gegen neun Uhr entdeckten Mithäftlinge einen 46-jährigen Mann schwer verletzt am Boden seiner Zelle. Das Personal des Gefängnisses rief sofort den Rettungsdienst, der den Verletzten mit Kopfverletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus brachte.
Ersten Erkenntnissen zufolge hatte kurz zuvor ein 42-jähriger Häftling die Zelle des 46-Jährigen betreten, woraufhin es zwischen ihnen zu einem Streit kam. Der 42-Jährige befindet sich nun in Einzelhaft, während der Verletzte weiterhin stationär behandelt wird.
Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in Regensburg und den Kriminalpolizeibehörden in Straubing geleitet. Eine rechtsmedizinische Untersuchung, die heute durchgeführt wurde, soll zusätzliche Hinweise auf die Hintergründe der Tat liefern. Sowohl das Motiv als auch die genauen Abläufe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Bereits am 13. Dezember 2024 ereignete sich ein weiterer Vorfall. Mithäftlinge fanden einen ebenfalls 42-jährigen Verletzten in seiner Zelle vor, der eine Kopfverletzung erlitt, die im Gefängniskrankenhaus behandelt wurde. Nach vorläufigen Erkenntnissen hatte ein 22-jähriger Mitinsasse die Zelle des Opfers betreten und ihn angegriffen. Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, wird derzeit von der Polizei untersucht.

